Musikgeschäft EU-Kartellwächter stärken Apple den Rücken

Kein Fehlverhalten von Apple beim Musikgeschäft: Dieses Urteil fällten Medienberichten zufolge die europäischen Kartellwächter zum Musikstreaming-Geschäft des US-Konzerns. Illegale Aktivitäten seien ausgeschlossen.
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Ungerechtes Kursminus: Apple-Zahlen sind besser als ihr Ruf

BangaloreDie europäischen Kartellwächter haben einem Medienbericht zufolge keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten von Apple bei seinem Musikstreaming-Geschäft gefunden. Die EU werde den Markt aber weiter beobachten, berichtete das Online-Technologieportal Re/code.

Die EU hat die Verträge von Apple mit Plattenfirmen und Online-Musikstreaming-Diensten überprüft und deshalb im April Fragebögen an Musikunternehmen und die Betreiber von Streamingdiensten geschickt. Die Behörde wollte herausfinden, ob Apple den Zugang von Rivalen zu seiner Musikstreaming-Plattform blockiere.

Bei der Untersuchung hätten sich keine Erkenntnisse über illegale Aktivitäten ergeben, berichtete das Portal unter Berufung auf Insider. Weder von Apple noch von der EU-Kommission waren zunächst Stellungnahmen zu erhalten.

Bei Apple spielt die Musik
Tim Cook und Jimmy Iovine bei der Präsentation von Apple Music
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Apple ist der größte Musikhändler der Welt, mit seiner Plattform „iTunes“ verdient der Konzern Milliarden. Doch der Trend ist klar: Die Nutzer schwenken von Download- zu Streaming-Diensten um, die direkt aus dem Internet spielen. Nun will Apple daher ein neues Kapitel im Musikgeschäft aufschlagen. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentierte der Konzern in einer rund zweieinhalb Stunden langen Präsentation unter anderem seinen neuen Dienst Apple Music. Zu diesem gehört unter anderem ein Streaming-Service, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden.

Quelle: dpa

Zugriff auf 30 Millionen Songs
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Das Abo kostet 9,99 Dollar im Monat, Familien erhalten einen Sondertarif von 14,99 Dollar für bis zu sechs Personen. Für den Abo-Preis bekommt man Zugriff auf 30 Millionen Songs, drei Probemonate gibt es kostenlos. Preise für Deutschland soll es näher zum Starttermin geben. Dazu kommt ...

Radio
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... der Start des kostenlose Internet-Radios Beats One. Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App.

Jimmy Iovine
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Apple Music soll außerdem eine Plattform sein, über die Fans ihren Lieblingskünstlern folgen und die Musiker neue Titel veröffentlichen können. Etwas ähnliches hatte Apple 2010 bereits mit dem Musik-Netzwerk „Ping“ versucht, das zwei Jahre später wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde.

Begeisterter Konzernchef
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Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App. Apple Music „wird die Art, wie Sie Musik erleben, für immer verändern“, versprach Konzernchef Tim Cook am Montag. Einzelne Songs wird man auch mit Hilfe der Siri-Sprachsteuerung aussuchen können.

Mehr Leistung für's iPhone
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Apple hatte noch weitere Neuerungen im Gepäck, vor allem rund ums iPhone und das neue Mobil-System iOS 9. Da dieses effizienter aufgebaut wurde, soll ein iPhone damit bei typischem Gebrauch eine Stunde länger laufen als bisher. Zudem gibt es einen neuen Stromsparmodus, der einige Funktionen abschaltet. Auf dem iPad können künftig auch zwei Apps nebeneinander angezeigt werden - allerdings nur auf dem neuesten Modell iPad Air 2.

Persönlicher Assistent
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Neue Funktionen sollen das iPhone zudem stärker zum persönlichen Assistenten machen. Es kann zum Beispiel automatisch Termine aus E-Mails erstellen oder ausgehend aus der Verkehrslage empfehlen, früher zu einem Termin loszufahren. Apple geht damit einen ähnlichen Weg wie Google. Der Internet-Konzern verfolgt diesen Ansatz bei seinem Dienst Google Now.

Apple hatte im vergangenen Jahr den teuersten Zukauf in seiner Geschichte perfekt gemacht. Der iPhone-Hersteller erwarb die Kopfhörer-Marke Beats Electronics und den Musikstreaming-Dienst Beats Music für drei Milliarden Dollar. Apple hat es dabei vor allem auf den rasant wachsenden Markt für das Abspielen von Musik aus dem Internet abgesehen.

  • rtr
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