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Musikkonzern tritt auf die Kostenbremse

Bei der Warner Music Group stehen nach Informationen des „Wall Street Journal“ Massenentlassungen bevor. Der neue Besitzer, eine Investorengruppe, strebe Einsparungen von 200 bis 300 Millionen Dollar an und wolle dafür 20 Prozent der Belegschaft oder fast 1000 Mitarbeiter entlassen, berichtete die Zeitung am Dienstag in der Onlineausgabe.

HB NEW YORK. Am Vortag hatte Time Warner mitgeteilt, dass der Verkauf der ehemaligen Musiksparte für 2,6 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) an die Investoren unter Führung von Edgar Bronfman Jr. abgeschlossen sei.

Warner Music ist die weltweite Nummer drei unter den Musikfirmen. Branchenführer ist die Universal Music Group von Vivendi Universal.

Durch den geplanten Zusammenschluss der Musiksparten von Bertelsmann und Sony entstünde der zweitgrößte Musikkonzern. Warner Music ist die größte unabhängige Musikfirma. Sie wird von Bronfman geführt, der schon Universal Music an die Spitze der Branche gebracht hatte.

Zur Warner Music gehören Platten-Labels wie Atlantic, Elektra, Lava, Maverick, Warner Bros., Nonesuch, Reprise, Rhino und Sire. In den Kauf war auch der große Musikverlag Warner/Chappel eingeschlossen. Warner Music hat Künstler wie Madonna, Faith Hill, Cher oder Eric Clapton unter Vertrag.

Time Warner hat das Recht, innerhalb von drei Jahren bis zu 15 Prozent an Warner Music zu erwerben und kann unter bestimmten Bedingungen einen Anteil von bis zu 19,9 Prozent bekommen.

Bronfman hatte bereits Lyor Cohen, den langjährigen Island-Def- Jam-Chef, zum Verwaltungsratsvorsitzenden für das US-Geschäft ausgewählt. Roger Ames, der frühere Warner-Music-Chef soll nach Darstellung des „Wall Street Journal“ stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender für das globale Musikgeschäft werden.

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