Nach der Insolvenz Insolvenzverwalter verklagt Benq-Manager

Über zwei Jahre nach der Pleite des Handyherstellers Benq holt die Vergangenheit drei frühere Manager des Unternehmens ein. Der Insolvenzverwalter wirft ihnen Insolvenzverschleppung vor und zerrt sie vor Gericht. Das kann teuer werden.
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Der Handyhersteller Benq Mobile ist 2006 pleite gegangen. Hunderte Mitarbeiter verloren ihren Job. Foto: ap. Quelle: ap

Der Handyhersteller Benq Mobile ist 2006 pleite gegangen. Hunderte Mitarbeiter verloren ihren Job. Foto: ap.

(Foto: ap)

HB MÜNCHEN. Die Pleite des Handyherstellers Benq Mobile holt dessen ehemalige Manager wieder ein. Insolvenzverwalter Martin Prager hat drei Topmanager des Unternehmens und seines taiwanesischen Mutterkonzerns auf einen Schadenersatz von insgesamt 28 Millionen Euro verklagt, wie seine Sprecherin mitteilte. Er wirft ihnen vor, zu spät Insolvenz angemeldet zu haben.

Bereits fünf Monate vor der Pleite im September 2006 hätte die Zahlungsunfähigkeit festgestellt werden müssen. Die Vorwürfe hätten sich aus der Prüfung der Bücher ergeben.

Benq Mobile war entstanden, als Siemens seine defizitäre Handysparte im Jahr 2005 an Benq verschenkte. Der taiwanesische Konzern schickte die deutsche Tochter aber ein Jahr später in die Insolvenz. Mehr als 3 000 Beschäftigte in Deutschland verloren damals ihren Arbeitsplatz.

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