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Nach gescheitetem Anteilstausch Jahr-Familie will in Gruner+Jahr investieren

Nach dem überraschend geplatzten Anteilstausch mit Bertelsmann hält die Hamburger Verlegerfamilie an Europas größtem Zeitschriftenkonzern fest. Weitere Verhandlungen mit Dritten werde es nicht geben, heißt es.
21.10.2012 - 17:48 Uhr 1 Kommentar
Der geplante Anteilstausch zwischen der Jahr-Familie und Bertelsmann ist gescheitert. Quelle: dpa

Der geplante Anteilstausch zwischen der Jahr-Familie und Bertelsmann ist gescheitert.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Jahr-Familie wird nach dem gescheiterten Tausch ihrer Beteiligung an Europas größten Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr („Stern“, „Geo“) mit dem Medienkonzern Bertelsmann ihre Beteiligung nicht an Dritte veräußern. „Die Gesellschafterstruktur ist absolut stabil. Es gibt keine weiteren Verhandlungen der Jahr-Familie“, sagte Winfried Steeger, Geschäftsführer der Jahr-Holding, dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Die Jahr-Familie hält 25,1 Prozent an Gruner+Jahr, die restlichen Anteile besitzt Bertelsmann.

Die Jahrs wollen nun das Verlagshaus voranbringen. „Die Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten. Wir haben große Marken, die noch nicht ausreichend genutzt sind“, sagte Steeger. Anstehende Investitionen will die Hamburger Verlegerfamilie mittragen. „Wir investieren in die Zukunft. Die notwendigen finanziellen Mittel sind da“, sagte Steeger, der auch stellvertretender Aufsichtsratschef von Gruner+Jahr ist.

Bertelsmann gab überraschend am Freitag bekannt, dass der geplante Anteilstausch gescheitert ist. Ursprünglich wollte Bertelsmann den Zeitschriftenverlag komplett übernehmen und im Gegenzug die Jahr-Familie mit vier bis fünf Prozent an Bertelsmann beteiligen. Doch über die Bewertungen gab es unterschiedliche Auffassungen. Auch emotionale Gründe spielten laut Steeger auf Seiten der Jahrs eine große Rolle.

„Steuerlich gab es überhaupt keine Probleme“, sagte Steeger. Angesichts der unterschiedlichen Bewertungen seien aber sowohl die Gesellschafterversammlung der vier Jahr-Familienstämme als auch der Beirat mit zwei externen Experten einstimmig der Meinung gewesen, die Anteile nicht zu tauschen. Beide Parteien hatten neun Monate verhandelt.

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    An dem dreiköpfigen Führungstrio bei Gruner+Jahr mit dem neuen Vorstandsmitglied Julia Jäckel soll sich unterdessen vorerst nichts ändern. „Der Vorstand genießt das Vertrauen der Jahr-Familie“, sagte Steeger. Er sieht auch keine kurzfristige Notwendigkeit einen Vorstandsvorsitz festzulegen. Erst im September hatte Gruner-Vorstandsvorsitzender Bernd Buchholz auf Grund von strategischen Differenzen mit Bertelsmann-Chef Thomas Rabe seinen Chefsessel aufgegeben.

    Steeger erteilte Spekulationen, dass er sein Amt nach dem gescheiterten Geschäft aufgeben müsse, eine Absage. „Die Jahr-Familie ist einstimmig der Auffassung, dass ich meine Aufgabe gut gemacht habe“, sagte der 62-jährige Hamburger Jurist.

    • hps
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    1 Kommentar zu "Nach gescheitetem Anteilstausch: Jahr-Familie will in Gruner+Jahr investieren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn der Name von Julia Jäkel schon falsch geschrieben ist, was soll man dann von der Qualität des restlichen Artikels halten?

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