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Neu-Delhi Samsung eröffnet in Indien das weltweit größte Smartphone-Werk

Konkurrenzkampf der Smartphone-Giganten: Samsung will mit Handys für unter 100 US-Dollar Indien erobern – und Marktführer Xiaomi angreifen.
09.07.2018 - 11:36 Uhr Kommentieren

Größte Handyfabrik der Welt –Samsungs Kampfansage an Apple und Co.

Düsseldorf In den meisten Ländern ist die Nachfrage nach Smartphones gesättigt. Nicht so in Indien. In der Nähe der Hauptstadt Neu-Delhi eröffnet Samsung deshalb an diesem Montag die weltweit größte Smartphone-Produktionsstätte, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

In Samsungs neuem Werk sollen jährlich 120 Millionen neue Geräte hergestellt werden. Den Südkoreanern zufolge werden die Smartphones für unter 100 US-Dollar zu haben sein. Die Mobiltelefone sind also deutlich günstiger als in westlichen Ländern wie Deutschland. Denn: Angesichts der vergleichsweise niedrigen Jahresgehälter geben Inder nur bis zu 250 US-Dollar für ein Smartphone aus.

In Indien leben 1,3 Milliarden Menschen, aber nur 425 Millionen besitzen derzeit ein Smartphone. Ein Markt mit Potential also: Allein im vergangenen stieg der Absatz von Smartphones in Indien laut dem Marktforschungsunternehmen IDC um satte 14 Prozent, 124 Millionen Geräte wurden in dem Land verkauft. Zum Vergleich: Weltweit gingen die Smartphone-Verkäufe 2017 den Forschern zufolge um 0,3 Prozent zurück. In Indien eröffnet sich Samsung daher ein enormes Absatzpotenzial.

Mit dieser Hoffnung ist der Smartphone-Hersteller nicht allein. Apple produziert bereits in Indien, aber Konkurrenz im Billigsegment macht Samsung vor allem einem anderen Konzern: Der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi plant allein in diesem Jahr drei weitere Produktionsstätten in Indien.

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    Auch Xiaomis Geräte sind im unteren Preissegment angesiedelt. Seine Smartphones sind der Analysefirma Canalys zufolge mit einem Marktanteil von 31 Prozent im ersten Quartal dieses Jahrs die bestverkauften in Indien überhaupt, Samsung landet mit 25 Prozent auf Platz zwei. Xiaomi kommt zugute, dass seine Marke sich in Indien bereits etabliert hat. Der Smartphone-Produzent vertreibt dort auch Autos, Luftreiniger und Nackenkissen.

    Tech-Riese Apple hingegen hat Probleme, den indischen Markt für sich zu gewinnen. Bloomberg zufolge verkauft der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino seine Geräte dort zwar für unter 500 US-Dollar, während Verbraucher hierzulande teilweise das Doppelte dafür zahlen. Laut Canalys gehörte Apple in den ersten drei Monaten dieses Jahres aber nicht einmal zu den Top Fünf der Smartphone-Verkäufer in Indien.

    Indiens Premierminister Narendra Modi begrüßt den Konkurrenzkampf der Smartphone-Giganten in seinem Land. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 versucht er im Rahmen seiner Initiative „Make in India“ ausländische Unternehmen Indien als attraktiven Produktionsstandort anzupreisen. Und das offenbar mit Erfolg: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Land die höchsten ausländischen Direktinvestitionen in Höhe von 62 Milliarden US-Dollar.
    Mit Material von Bloomberg

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