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Neue Bilanzregeln Telekom-Vorstand Christian Illek hat ein milliardenschweres Problem

Die Telekom muss wegen neuer Bilanzregeln deutlich höhere Schulden ausweisen. Der Finanzvorstand will die Investoren mit Transparenz beruhigen.
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Illek ist seit Jahresanfang Finanzchef der Telekom. Quelle: picture alliance/dpa
Christian Illek

Illek ist seit Jahresanfang Finanzchef der Telekom.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie erklärt man seinen Aktionären und anderen Geldgebern, dass plötzlich rund 17 Milliarden Euro höhere Schulden in der Bilanz stehen, es aber keinen Grund zur Sorge gibt? Vor dieser schwierigen Aufgabe steht der neue Finanzchef der Deutschen Telekom, Christian Illek, am heutigen Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz.

Hintergrund sind die neuen Standards für die Rechnungslegung IFRS 16. Sie führen dazu, dass seit Jahresanfang Leasingverpflichtungen voll in die Bilanzen der Konzerne aufgenommen werden müssen. Für viele Unternehmen hat das kaum Auswirkungen.

Bei der Telekom jedoch steigen die Schulden nominell um rund 17 Milliarden Euro. Grund für den großen Umfang sind besonders die Mobilfunkstandorte des Netzbetreibers in den USA, die die Telekom in vielen Fällen nicht besitzt, sondern geleast hat. Die Orte für Mobilfunkmasten werden oft angemietet.

An der Finanzlage der Telekom ändert sich nichts. Denn in gleicher Höhe wie die Schulden steigen entsprechend auch die Vermögenswerte in der Bilanz. Die Leasingzahlen wurden bereits in der Vergangenheit im Anhang der Bilanz ausgewiesen.

Christian Illek setzt dazu früh auf breite Informationen. „Klare und transparente Aussagen gegenüber Analysten, Investoren und der Öffentlichkeit zur Unternehmensentwicklung sind der Kern unserer Kommunikation“, sagt Illek dem Handelsblatt. Eigentlich müsste er noch gar nicht auf die neuen Regeln verweisen. Denn sie greifen erst voll für das erste Quartal 2019. Aber die Sorge ist groß, die Zahlen könnten als versteckte Schulden missverstanden werden.

Für Christian Illek ist die Angelegenheit mit den angeblich neuen Schulden die erste große Bewährungsprobe vor Investoren. Denn obwohl der gebürtige Düsseldorfer, Jahrgang 1964, bereits viele Jahre für die Telekom arbeitet, hat er bislang noch kaum Erfahrung im Finanzbereich gesammelt. Bis zu seinem Wechsel zum Jahresanfang war er als Personalvorstand für die mehr als 200.000 Mitarbeiter des Unternehmens zuständig. Illek war 2007 als Bereichsleiter von T-Home bei der Telekom eingestiegen. Es folgte ein Zwischenstopp als Deutschlandchef von Microsoft, bevor der studierte Chemiker und Betriebswirt zum Magenta-Konzern zurückkehrte.

Auch wenn es im Vorstand der Telekom keine Rangordnung gibt, genießt der Finanzchef eine Sonderstellung. Illek könnte sich über seine Arbeit als Nachfolger von Telekom-Chef Timotheus Höttges in Stellung bringen wollen, immerhin ist der Illeks Vorvorgänger. Höttges’ Vertrag läuft noch bis Anfang des Jahres 2024.

Mehr: Bevor er zum Telekom-Finanzvorstand wurde, war Christian Illek für die Personalpolitik des Konzerns zuständig. Handelsblatt-Autorin Ina Karabasz hat das Multitalent porträtiert.

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