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Neue Konkurrenz aus Asien Europa lockt chinesische Netzausrüster

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Die Top Netzausrüster im Überblick

Die Top Netzausrüster im Überblick

Auch der chinesische Konkurrent ZTE will wachsen und in den nächsten zwei bis drei Jahren in Europa einen Marktanteil von etwa zehn Prozent erreichen. Das sagte Europachef Lin Cheng dem Handelsblatt. Derzeit hat der Konzern in Europa zwar bereits einige Kunden wie Vodafone oder Telefónica, der Marktanteil sei aber nur sehr klein. Ebenso wie Che betont auch Cheng, der Preis sei nicht das entscheidende Argument, mit dem er seine Dienste anbiete. „Wir sind Newcomer und bringen neue Lösungen und Denkansätze. So könne ZTE innerhalb von drei Monaten ein komplettes Netz bauen, das zehn Millionen Menschen anschließe. Möglich seien solche Angebote unter anderem durch die Erfolge der eigenen Forschung: 35 Prozent der 31 000 ZTE-Beschäftigten arbeiten im Bereich F+E.

Die Chinesen sind aber nicht der einzige Grund für die Preiserosion in der Branche. Auslöser waren vor drei bis vier Jahren die Netzbetreiber, die ihrerseits sparen mussten und den Druck an die Ausrüster weitergegeben haben: Mobilfunker wie Vodafone oder T-Mobile mussten nach der milliardenteuren Ersteigerung von UMTS-Lizenzen einen immensen Schuldenberg abbauen und sehen sich seit zwei Jahren mit gesättigten Märkten konfrontiert. Bei den Festnetzbetreibern sieht es nicht besser aus: Das Telefonnetz ist ein Auslaufmodell, und im Wachstumsmarkt für schnelle Internetanschlüsse (DSL) tobt bereits heute ein enormer Preiskampf.

Konsolidierung

Im Vorteil: Anbieter wie die chinesischen Konzerne Huawei und ZTE sehen sich gegenüber ihrer westlichen Konkurrenz im Vorteil, weil sie – anders als die großen, etablierten Wettbewerber – derzeit keine Firmenintegrationen nach einem Zusammenschluss stemmen müssen.

Fusionen: Alcatel-Lucent will nach der Fusion innerhalb von drei Jahren 12 500 Stellen streichen, davon nach Gewerkschaftsangaben 1 000 in Deutschland. Der kanadische Anbieter Nortel, der seit Jahren in der Branche als Übernahmekandidat gilt, will bis Ende 2008 noch einmal 2 900 Jobs streichen. Konkurrent Nokia Siemens Networks hat 6 000 bis 9 000 Beschäftigte auf der Kürzungsliste. Weltmarktführer Ericsson hat mit Marconi, Redback und Entrissphere gleich drei Unternehmen übernommen und seit 2000 fast die Hälfte seiner ehemals 110 000 Arbeitsplätze gestrichen.

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