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Neue Regeln für Netz Google und Facebook unterschreiben Tim Berners-Lees „Vertrag“ für ein besseres Internet

Der WWW-Erfinder sieht die Freiheit und Offenheit des Internets durch Google, Facebook und Co. in Gefahr. Ein Regelwerk soll den Machthunger der Konzerne zügeln.
05.11.2018 - 23:32 Uhr Kommentieren
Der Erfinder und Begründer des Internets warnt vor den Gefahren enormer Machtkonzentration. Quelle: dpa
Tim Berners-Lee

Der Erfinder und Begründer des Internets warnt vor den Gefahren enormer Machtkonzentration.

(Foto: dpa)

New York Das Internet braucht neue Standards, findet Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web. Deshalb schlägt er einen „Vertrag“ vor, der private Daten besser schützt, sowie Fake News und Online-Hass den Kampf ansagt. Große Tech-Unternehmen wie Google und Facebook haben einem Bericht der „Financial Times“ zufolge den ersten Entwurf bereits unterschrieben.

„Alle, die wir online sind, sehen unsere Rechte und Freiheiten bedroht“, sagte „Sir Tim“ in einer Rede am Vorabend des Web Summit im portugiesischen Lissabon. „Wir brauchen einen neuen Vertrag für das Internet, mit klar definierten und strengen Verantwortlichkeiten für diejenigen, die die Macht haben, es besser zu machen“, so Computerwissenschaftler am Montag.

Insgesamt 60 Unternehmen, Regierungen und Wirtschaftsführer sind mit dem neuen Regelwerk einverstanden - darunter die französische Regierung, Google, Facebook und der Milliardär Richard Branson. Jeff Bezos, Chef des Online-Giganten Amazon, hat sich bisher noch nicht öffentlich dazu geäußert.

Der Vertrag verlangt hohe Standards für ein „freies und offenes Netz“, darunter einen besseren Internetzugang und wirksameren Schutz der Privatsphäre. Details sollen nach weiteren Konsultationen mit Regierungen folgen, darunter möglicherweise eine Verpflichtung zur Netzneutralität, die von der US-amerikanischen Regierung bereits aufgeweicht wurde.

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    Die World-Wide-Web-Stiftung – von Berners-Lee gegründet – kritisiert in einem Bericht, der gemeinsam mit dem „Vertrag“ veröffentlichte wurde, gefährliche Tendenzen: Darunter die Verzerrung durch Algorithmen, sowie die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der weltweiten Bevölkerung keinen Zugang zum Internet habe – vor allem ärmere Menschen und Frauen.

    „Online-Entscheidungen mit ernsthaften Konsequenzen für das wahre Leben werden zunehmend von Algorithmen und Maschinen getroffen, die Vorurteile kopieren und Ungerechtigkeiten untermauern, die man auch offline findet“, warnt der Bericht.

    Berners-Lees sieht die großen Tech-Unternehmen von Silicon Valley zunehmend kritisch. Facebook und Google hätten sich zum „Torwächter“ des Internets entwickelt und „kontrollierten, welche Ideen und Meinungen gesehen und geteilt werden“, sagte er. Um deren Dominanz zu brechen, gründete er zu Beginn des Jahres das Start-up Inrupt mit einem dezentralisierten Web, wo Benutzer ihre eigenen Daten besitzen und kontrollieren können.

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