Neues Abo-Modell Bezahlschranke schreckt Bild-Leser nicht ab

Genaue Zahlen verriet Springer-Chef Döpfner nicht, bekräftigte aber, die Bezahlschranke von Bild.de habe keine Leser verschreckt. Wie viele sich konkret auf das bezahlte Abo-Modell einließen, ist weiterhin unbekannt.
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Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner setzt voll auf die digitale Zukunft: Den Erfolg des Bezahlmodells erklärte er zum Gradmesser. Quelle: AFP

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner setzt voll auf die digitale Zukunft: Den Erfolg des Bezahlmodells erklärte er zum Gradmesser.

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HamburgDie eingeschränkte Bezahlschranke für Online-Inhalte der "Bild"-Zeitung hat Springer -Chef Mathias Döpfner zufolge keine Leser verschreckt. Erste Erhebungen zeigten, dass die Internetseite entgegen aller Befürchtungen genauso häufig besucht werde, wie vor Einführung des Bezahlmodells, sagte Döpfner am Dienstagabend in Hamburg. Seit Mitte Juni müssen Leser für einen Teil der Online-Artikel bezahlen. Wie viele bereits ein Abonnement abgeschlossen haben, wollte der Chef des Berliner Verlagshauses nicht sagen. Er betonte lediglich, die Entwicklung sei "sehr positiv". Noch vor der "Bild" - nämlich bereits Ende des vergangenen Jahres - hatte Springer die Tageszeitung "Die Welt" online kostenpflichtig gemacht. Rund ein halbes Jahr später zählte das Blatt fast 50.000 Abonnenten im Netz.

Angesichts rückläufiger Printauflagen und damit auch sinkender Werbeeinnahmen sagen immer mehr Medienkonzerne der Kostenlos-Kultur im Netz den Kampf an. Internationales Vorbild ist die "New York Times". Die gleichnamige Zeitung und ihre internationale Ausgabe zählten im zweiten Quartal knapp 700.000 digitale Abonnenten.

Springer, wie nun auch der kriselnde Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, verlagert seit Jahren sein Geschäft immer stärker ins Netz. Strategie ist es dabei, mit mehreren Standbeinen zu punkten. Zum Konzern gehören Anzeigen-Portale wie Immonet, Seloger und Stepstone genauso wie Online-Vermarktungsdienste wie Zanox und eben der Printbereich. Dieser Sektor schrumpft allerdings empfindlich mit dem Verkauf eines Großteils der Zeitungen und Magazine wie "Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost" und "Hörzu", der zum Jahreswechsel erfolgen soll. Dies spült viel Geld in die Kassen des MDax -Konzerns. Lange galt Springer auch deswegen als Favorit im Bieterrennen um die Scout24-Gruppe der Deutschen Telekom. Doch vergangene Woche stiegen die Berliner aus dem Rennen aus, weil sie offenbar den derzeit verhandelten Preis als zu hoch bewerten. Döpfner betonte nun, trotzdem keine Eile bei Übernahmen zu haben.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Neues Abo-Modell: Bezahlschranke schreckt Bild-Leser nicht ab"

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  • Bild zu lesen ist prima um die "Stimmung" einzufangen.

    Ich guck gerne mal rein, nur ich kaufe sie nie.

  • Nicht einmal wenn Bild MICH bezahlen würde, lese ich dieses Revolverblatt. - Demnach sind die Bild-Leser noch dümmer, als ich bisher befürchtet habe.

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