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Neuregelung der Berufjahresstaffel Ein Prozent mehr für Zeitungsredakteure

Die rund 14 000 Tageszeitungsredakteure erhalten rückwirkend zum 1. August mehr Geld. Außerdem wurde eine sofortige Einmalzahlung von 350 Euro und eine Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent im August 2007 vereinbart. Darauf einigten sich die Tarifparteien eigenen Angaben zufolge am Freitag in Frankfurt am Main. Zufrieden sind die Gewerkschaften damit allerdings nicht.

HB FRANKFURT. Mit dem neuen Tarifvertrag setzten die Verleger ihr zuletzt vorgelegtes Angebot durch. Der neue Gehaltstarifvertrag gilt bis Ende Juli 2008. Beide Seiten hätten sich allerdings vorbehalten, über die 1,5-prozentige Erhöhung im kommenden Jahr nachzuverhandeln, sagte der Verhandlungsführer und Vizechef der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, der Nachrichtenagentur Reuters. Der alte Tarifvertrag war bereits vor über einem Jahr ausgelaufen.

Einschnitte gibt es für viele Redakteure bei der Gehaltsstaffel nach Berufsjahren. Die ersten drei Stufen der bisherigen Staffel wurden zu zwei Stufen zusammengefasst. Für Redakteure, die im August zwölf Monate oder weniger vor dem Sprung in die nächste Stufe standen, gilt jedoch ein Bestandsschutz. Die bisher ab dem 15. Berufsjahr geltende Stufe entfällt. In diesem Fall beträgt die Übergangsfrist 18 Monate.

„Das Gehaltsergebnis ist gänzlich unbefriedigend“, sagte Werneke. „Es liegt unterhalb der Preissteigerungsrate und der Wirtschaftskraft der Verlagsbranche.“ Die jährliche Teuerungsrate belief sich im August in Deutschland auf 1,7 Prozent. Verdi habe das Angebot der Arbeitgeber aber akzeptiert, weil diese im Gegenzug die Kündigung des Manteltarifvertrags zurückgenommen hätten, erläuterte Werneke. Auch die Regelung über die Altersvorsorge bleibe bis Ende 2008 unangetastet.

„Die Alternative wären tariflose Zustände in den Verlagshäusern gewesen“, sagte der Verhandlungsführer und Hauptgeschäftsführer des DJV, Hubert Engeroff. Der Verband hoffe, dass die Verlage nun die Auslagerung von Arbeitsplätzen und die Einführung von Leiharbeit beendeten.

„Das war eine schwierige Tarifrunde“, sagte der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Werner Hundhausen. „Sie stand im Zeichen der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.“

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