Nintendo Wii U bleibt hinter der Playstation zurück

Nintendo hat im Weihnachtsgeschäft die Verkäufe seiner Spielekonsole Wii U stabil gehalten. Doch der Rückstand auf Playstation und Xbox bleibt groß. Und in anderen Bereichen läuft es für Nintendo noch schlechter.
Update: 02.02.2016 - 12:32 Uhr
Nintendo hat bislang rund 12,6 Millionen Exemplare der Spielkonsole verkauft. Quelle: dpa
Wii U

Nintendo hat bislang rund 12,6 Millionen Exemplare der Spielkonsole verkauft.

(Foto: dpa)

TokioDie Verkäufe der Nintendo-Spielekonsole Wii U bleiben stabil – sie wird aber weiterhin von Sonys Playstation und Microsofts Xbox abgehängt. Der japanische Spiele-Spezialist verkaufte im vergangenen Weihnachtsgeschäft wie schon ein Jahr zuvor rund 1,9 Millionen Geräte des Nachfolgemodells der einst sehr populären Wii.

Seit dem Start vor rund drei Jahren wurde Nintendo damit rund 12,6 Millionen Wii-U-Konsolen los. Zum Vergleich: Sony verkaufte allein im vergangenen Weihnachtsquartal 8,4 Millionen Geräte seiner Playstation 4, fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

Der zweiten zentralen Säule des Nintendo-Geschäfts, der mobilen Konsole 3DS, macht die Konkurrenz von Smartphone-Spielen zunehmend zu schaffen. Im Weihnachtsquartal sank der Absatz über alle Modell-Varianten hinweg auf 3,6 Millionen Geräte von knapp fünf Millionen ein Jahr zuvor.

Nintendo wollte jahrelang nicht auf den Smartphone-Trend eingehen und setzte nur auf den Verkauf von Games für eigene Geräte. Jetzt soll voraussichtlich im Frühjahr ein erstes Smartphone-Spiel auf den Markt kommen. Dabei werden Nutzern die beliebten Pokemon-Figuren auf dem Display inmitten der realen Umgebung eingeblendet und müssen von ihnen gefangen werden. Nintendo kooperiert für das Spiel mit der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs, auf deren Konto das Spiel „Ingress“ geht, bei dem virtuelle Portale in realen Umgebungen erobert werden müssen.

Experten rechnen damit, dass auch Nintendo-Figuren wie Super Mario oder Donkey Kong mit der Zeit in Smartphone-Spielen auftauchen. Spiele für eigene Konsolen kann Nintendo auch noch ganz gut verkaufen. So wurden vom neuen Wii-U-Game „Splatoon“ gut vier Millionen Stück abgesetzt.

Im Rausch der Geschwindigkeit
Fast Racing Neo
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Kaum ein Genre bringt den Geschwindigkeitsrausch besser rüber als Rennspiele mit futuristischen Highspeed-Racern. Mit dem exklusiv für die Wii U veröffentlichten Fast Racing Neo gibt es nun eine neue Herausforderung für Extremrennfahrer. Der Titel beschränkt sich auf das Wesentliche, es gibt die Spielmodi Meisterschaft, Zeitfahren und Multiplayer. Ist die Wahl getroffen, kann die Raserei auf den abwechslungs- und detailreichen Strecken fast schon losgehen.

In der Meisterschaft müssen vier unterschiedliche Wettbewerbe mit jeweils vier Rennen absolviert werden. Bis zu vier Spieler können an einer Konsole gegeneinander antreten. Auf dem gesplitteten Bildschirm ist aber hohe Konzentration nötig, um nicht vom rechten Weg abzukommen. Die künstliche Intelligenz der virtuellen Gegner ist mehr als ausgereift. Wer Titel wie F-Zero oder Wipeout liebt, kommt um Fast Racing Neo (rund 15 Euro im Nintendo E-Shop) nicht herum.

Sebastién Loeb Rally EV
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Etwas bodenständiger ist Sebastién Loeb Rally EVO für Playstation 4 und Xbox One. Hier wird nicht geschwebt, sondern ordentlich Staub aufgewirbelt. Puristen schwören bei dieser Art Spiele auf eine möglichst authentische Fahrphysik und ein hohes Maß an Simulationscharakter. Gerade das Rallye-Gefühl stellt eine große Herausforderung für die Spieleentwickler dar.

Wer es etwas einfacher mag, schaltet Fahrhilfen hinzu, um sich am Ende nur der Aufgabe widmen zu müssen, auf Kurs zu bleiben. Bremsen, Schalten und anderes übernimmt dann der Rechner. Der Karrieremodus steht im Fokus – hier gibt auch der Namensgeber des Spiels seine Tipps zum Besten. Die Einzelrennen gibt es in unterschiedlichen Varianten: Drift-Rennen, Zeitfahren oder Rallye-Cross-Veranstaltungen. Das Spiel kostet für Playstation 4 und Xbox One rund 70 Euro. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

Lego Marvel Avengers
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Wie bei allen Lego-Videospielen geht es auch in diesem Abenteuer-Spiel um Bauen, Kämpfen und Knobeln. Zu den Neuerungen zählen Spezialattacken der einzelnen Helden nach Aufladen eines sogenannten Combometers. Zusätzlich können nun Angriffe in Kooperation erfolgen – damit potenzieren sich die Superkräfte der Spielfiguren.Lego Marvel Avengers macht auch Schluss mit den beschränkten und linear aufgebauten Welten: Nun lassen sich erstmals auch offene Welten erkunden, in denen zahlreiche Missionen auf Haupt- und Nebensträngen verborgen sind. Lego Marvel Avengers gibt es ab zwölf Jahren für Playstation 3, Xbox 360 und Wii U für je rund 50 Euro, die Versionen für Xbox One und Playstation 4 kosten je rund 60 Euro.

The Banner Saga
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The Banner Saga von Versus Evil ist vielen schon vom Smartphone bekannt. Nun ist das Strategiespiel auf der Konsole angekommen und überzeugt mit einer detailreichen und schönen Grafik in 2D-Comic-Optik. Der Spieler wird in eine Fantasy-Welt entführt und erlebt ein episches Wikingerabenteuer. Die Kämpfe werden rundenbasiert ausgetragen, das Kampfsystem ist ziemlich kniffelig. Es gehört ein wenig Erfahrung dazu, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Aber neben den fordernden Kämpfen gibt es viel erzählte Geschichte. The Banner Saga ist ein sehr textlastiges Spiel. Via Sprechblasen kommunizieren die Figuren auf dem Bildschirm. Die Texte enthalten wichtige Hinweise und treiben die Story voran – die Lesepausen können allerdings etwas ermüden. Der Downloadtitel für Playstation 4 und Xbox One kostet je rund 20 Euro.

Der Nintendo-Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich um gut 18 Prozent auf 221,5 Milliarden Yen (rund 1,7 Milliarden Euro). Beim Gewinn gab es einen Rückgang von über einem Drittel auf 29 Milliarden Yen.

Nintendo stellt sich für das laufende Vierteljahr auf rote Zahlen ein. Die Gewinnprognose für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr blieb bei 35 Milliarden Yen, während schon nach den ersten neun Monaten ein Plus von 40,5 Milliarden in der Bilanz steht. Der schwächere Yen-Kurs hilft dem Konzern zugleich, nicht wie in vergangenen Jahren tiefer in die roten Zahlen zu rutschen.

  • dpa
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