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Norddeutscher Rundfunk Hörfunkdirektor Knuth wird NDR-Intendant

Der Rundfunkrat des Senders hat den 60-Jährigen zum neuen Intendanten gewählt. Der gebürtige Kieler ist seit 1985 beim Norddeutschen Rundfunk.
Update: 05.07.2019 - 16:18 Uhr Kommentieren
Der gebürtige Kieler ist seit 1985 beim NDR. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Joachim Knuth

Der gebürtige Kieler ist seit 1985 beim NDR.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Hamburg Der bisherige Hörfunkdirektor Joachim Knuth (60) wird neuer Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Der Rundfunkrat des Senders wählte Knuth mit 40 von 47 Stimmen, teilte der NDR am Freitag in Hamburg mit.

Damit erreichte er die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Rundfunkratsmitglieder. Sechs der Mitglieder enthielten sich, eines stimmte gegen Knuth, der keinen Gegenkandidaten hatte. Er wird sein Amt im Januar kommenden Jahres antreten. Der NDR sendet seine Programme in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Der gebürtige Kieler arbeitet seit 1985 beim NDR und stieg vom Nachrichtenredakteur bis zum Programmdirektor Hörfunk und stellvertretenden Intendanten auf. Er folgt auf Lutz Marmor (65), der im kommenden Jahr in den Ruhestand tritt.

Marmor hätte sich nach eigenem Bekunden noch zwei bis drei Jahre weitere Jahre im Amt vorstellen können, aber keine volle Amtsperiode von sechs Jahren. Er leitet den Sender seit 2008.

„Die Medien und die Art, wie wir Medien konsumieren, verändern sich rasant“, sagte Knuth nach seiner Wahl laut NDR-Mitteilung. „Darauf müssen wir reagieren, mit mehr crossmedial produzierten Inhalten, die die Norddeutschen immer und überall nutzen können.“ Der NDR müsse stark bleiben, wo er es schon ist, und dort stärker werden, wo er es noch nicht sei.

Knuth habe seine herausragenden Managementfähigkeiten in den verschiedenen Funktionen unter Beweis gestellt und genieße über den NDR hinaus große Wertschätzung, erklärte die Vorsitzende des Rundfunkrats, Cornelia Nenz. „Ich bin überzeugt, dass er den Norddeutschen Rundfunk auch im medialen Wandel hervorragend führen wird.“

Erster öffentlicher Gratulant nach der Wahl war der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens: „Glückwunsch an einen langjährigen Weggefährten“, twitterte Volker Herres. „Eine gute Wahl für den NDR.“ Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm schrieb: „Mit ihm rückt ein sehr erfahrener Journalist und Medienmanager an die Spitze der Vier-Länder-Anstalt.“

Mehr: Lesen Sie hier, wie der Rundfunkbeitrag in Deutschland funktioniert.

  • dpa
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