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O2 kauft E-Plus Eine neue Macht

Der Telekomkonzern KPN verkauft die Tochter E-Plus an die O2-Mutter Telefónica. Damit entsteht in Deutschland ein neuer Mobilfunkriese – und ein Konkurrent auf Augenhöhe mit Telekom und Vodafone.
23.07.2013 Update: 23.07.2013 - 10:52 Uhr 9 Kommentare
Unternehmenszentrale der E-Plus-Gruppe: Ein neuer Mobilfunk-Riese entsteht. Quelle: obs

Unternehmenszentrale der E-Plus-Gruppe: Ein neuer Mobilfunk-Riese entsteht.

(Foto: obs)

Brüssel Der niederländische Telekomkonzern KPN will seine deutsche Mobilfunktochter E-Plus für fünf Milliarden Euro in bar an Telefónica Deutschland verkaufen. Damit schließen sich die Nummer drei und vier auf dem deutschen Markt zusammen. KPN werde zudem mit 17,6 Prozent an dem fusionierten Unternehmen beteiligt sein, teilte KPN am Dienstag mit.

Von dem Schulterschluss versprechen sich die Konzerne Kostenersparnisse zwischen 5 und 5,5 Milliarden Euro. Möglich ist das vor allem, da nur noch ein Mobilfunknetz betrieben werden muss statt bisher zwei. Der Unterhalt der Netze ist sehr teuer. Nach Abschluss der Transaktion wird es in Deutschland zusammen mit T-Mobile und Vodafone nur noch drei Mobilfunker mit eigenem Netz geben. Falls die Übernahme wie geplant über die Bühne geht, entsteht ein neuer Riese, der mit über 40 Millionen Handy-Kunden noch vor Telekom und Vodafone rangieren würde.

Das Vorhaben müsse noch von Aktionären und Regulierungsbehörden abgesegnet werden. Grünes Licht durch die Behörden ist keine ausgemachte Sache, da Kartellwächter in mehreren Ländern in der Verringerung von vier auf drei Konkurrenten einen Schaden für den Wettbewerb sehen. Nach Einschätzung von Torsten Gerpott, Professor an der Universität Duisburg-Essen, könnte die Genehmigung schwierig werden. Unter anderem glaubt er, dass es unsicher sei, dass die Kunden von der Fusion von O2 und E-Plus profitieren werden, sagte er im Interview mit Handelsblatt Online.

Der geplante Mega-Deal dürfte zunächst von der EU-Kommission unter die Lupe genommen werden. Eine Fusion von E-Plus mit O2 werde in Brüssel angemeldet und danach möglicherweise an die deutsche Behörde verwiesen, sagte ein Kartellamtssprecher. Ein Sprecher der Bundesnetzagenur erklärte, seine Behörde werde die Auswirkungen der Fusion auf die Netzfrequenz und eine mögliche Wettbewerbsverzerrung prüfen. KPN äußerte sich zuversichtlich, die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden zu erhalten.

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    9 Kommentare zu "O2 kauft E-Plus: Eine neue Macht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wo sollen denn bei dieser Technologie niederländische Wurzeln sein? NokiaSiemensNetworks, Ericsson, ZTE, HUAWEI, alles niederländische Firmen? Da muss ich in Geographie oder sonst einem Fach wohl gepennt haben.

    • Harter Preiskampf in Deutschland? Ich glaube, in Österreich ist es noch schlimmer.

      Interessant an dem Deal wird noch sein, wie viele Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben werden. Auch die Anzahl der o2 und E-Plus-Shops z.B. hier in Ffm wird sicherlich weniger werden...

    • Sowohl E-Plus als auch O2 sind auf der preiswerten Mobilfunkschiene gefahren. Nicht umsonst funken ja auch die meisten Billig- bzw. Prepaid-Anbieter (simyo, blau.de, klarmobil, ...) in einem der beiden Netze.

      Die Frage wird sein wie sich das "neue" Unternehmen jetzt aufstellt.
      Mit dem Potenzial an Einsparungen, welches hier besteht, könnte sowohl der qualitative als auch quantitative Netzausbau betrieben werden, als auch die Preise in einem niedrigen Level gehalten werden.
      Beides zusammen könnte die Telekom und Vodafone unter Druck setzen.
      Hier kann jetzt der Marktführer auch die Preisführerschaft übernehmen.

      Ich, für meinen Teil, hoffe das beste !!!

    • Das Kartellamt wird der Fusion wohl nicht ohne Auflagen zustimmen. Naheliegend scheint der Verkauf des E-Plus-Netzes an einen bisher nicht (mehr) in Deutschland aktiven Anbieter. Wenn kein Käufer für eines der beiden Netze von O2 oder Eplus gefunden wird, wird das Kartellamt die Fusion untersagen

    • Drei Mobilfunknetze und deren Reseller sind doch genug. Das E-Netz ist einfach kein vernünftiges Netz für die Fläche und das hat O2 gemerkt, nachdem sie das Roaming mit der Telekom abstellten und e-Plus schon die ganze Zeit. Eine Konsolidierung der E-Netze musste kommen. Mich wunderts, dass es so lange gedauert hat. Auch sehr interessant, e-Plus hatte seinen Netzbetireb komplett outgesourced ... wird O2 jetzt hier nach ziehen?! Das wird der entscheidende Punkt sein Schmuddelcarrier oder Qualitätsanbieter.

    • Man kann nur hoffen..dass der Telefon/I-Net Kartell sich nicht hierdurch nur vergrössert. Der 'Service' und die Marketing Tricks der Deutschen T-kom sind abscheulich in meiner Erfahrung, und bei beiden Monopolistisch-orientierten (T & V) ist man auf 2 Jahre gekettet. Das muss sich ändern!

    • Verringerung des Wettbewerbs...wo bleiben die Kartellämter (national als auch von der EU)? Für die Konsumenten bedeutet dieser Zusammenschluss, dass sie sich künftig auf höhere Preise einzustellen haben. e-Plus ist in der Vergangenheit oft mit sehr günstigen Tarifen vorgeprescht; dieses unliebsame Verhalten last sich am leichtesten abstellen, indem man diesen Mitbewerber einfach übernimmt...
      VG

    • Das einzige Problem in dieser Darstellung ist, dass "...unsere Technologie..." in diesem Falle niederländische Wurzeln hat.
      Somit wird sich hier wieder einmal -mit maximaler Ahnungslosigkeit- am Ziel vorbei aufgeregt.
      Armes Deutschland nur am Maulen - anstatt selber etwas zu schaffen!!!

    • Geld von uns

      Ich zitiere aus einem Beitrag zum SPON-Forum zum selben Thema, den ich für völlig zutreffend halte:

      "Spanien bekommt Geld von uns für Ihre Banken, gibt es weiter an ihre Großunternehmen, weil sie daran beteiligt sind, diese kaufen ( mit unserem Geld ) unsere Technologie und verdienen mit uns Geld.
      Wie lange machen wir uns noch so lächerlich. Spanische und französische Konzerne kaufen seit Jahren deutsche und österreichische
      Unternehmen auf und man müsste sich eigentlich fragen woher das Vermögen kommt. Dann werden die besten Stücke herausgefiltert und den Rest schicken sie zur Hölle. Damit verdienen Sie wieder auf unseren Märkten. Armes deutsches Volk. Eines Tages werden wir Bittsteller sein. Ich vermute, dass wir nicht so einfach zu Geld kommen werden. Die Demokratie ist, wenn es sie überhaupt noch gibt, am untergehen und die Geschichte wird sich, wie immer, wiederholen. Die Dummen
      sind wie immer die Arbeiter und Angestellten."

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