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Obermann präsentiert sich dem Aufsichtsrat Telekom-Chef rammt erste Pflöcke ein

René Obermann, der neue Chef der Deutschen Telekom, steht vor seiner ersten Bewährungsprobe. Er wird am morgigen Dienstag dem Aufsichtsrat eine neue Führungsmannschaft sowie erste Ideen für seine neue Strategie vorstellen. Dabei plant der 43jährige offenbar keine komplette Kehrtwende.
  • Katharina Slodczyk und Sandra Louven
Wie auch sein Vorgänger muss auch der neue Telekom-Chef René Obermann mit Kompromissen leben. Foto: dpa Quelle: dpa

Wie auch sein Vorgänger muss auch der neue Telekom-Chef René Obermann mit Kompromissen leben. Foto: dpa

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Obermann will vieles weiterführen, was sein Vorgänger Kai-Uwe Ricke kurz vor seinem Abgang auf den Weg gebracht hat. Bereits in seiner Antrittsrede hat Obermann betont, dass er als ehemaliger Bereichsvorstand bestimmte Entscheidungen von Ricke mittrage.

Wie aus dem Umfeld des Konzerns verlautet, will Obermann etwa die neue Einheit T-Service wie geplant umsetzen. Ricke hatte erst drei Wochen vor seinem Rücktritt angekündigt, er wolle 35 000 Techniker und Service-Mitarbeiter der Festnetzsparte T-Com in eine neue Einheit namens T-Service ausgliedern und weitere 10 000 Callcenter-Stellen in einen eigenen Bereich verschieben. Die Gehälter in den Einheiten sollten sich „am Marktniveau“ ausrichten, das heute 30 bis 50 Prozent unter den Sätzen der Telekom liegt.

Diese Umorganisation war Teil von Rickes Strategieprogramm „Telekom 2010“. Aus dem Umfeld des Aufsichtsrats verlautete jedoch, man habe Ricke nicht zugetraut, dass er die Telekom damit aus der Krise führen könne. Nach dem Wechsel in der Führungsspitze war deshalb unklar, wie Obermann mit Rickes Plänen verfahren würde.

An T-Service hält der neue Vorstandschef offenbar fest. Ziel sei es, die neuen Einheiten produktiver zu machen, heißt es in Unternehmenskreisen. Dazu gehörten vor allem organisatorische Veränderungen wie eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 34 auf 38 Stunden sowie kürzere Bildschirmpausen. Die Verbesserung des Service hat Obermann als oberstes Ziel ausgerufen. Den Mitarbeitern kündigte er in einer internen Email ein neues Programm „Sparen für Service“ an. Der Umfang ist nicht bekannt. Ricke hatte Anfang September angekündigt, er wolle die jährlichen Kosten um fünf Mrd. Euro senken.

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