„One more thing“ Swatch stibitzt legendären Apple-Spruch

Mit „One more thing“ zog Steve Jobs bei seinen legendären Präsentationen stets ein Ass aus dem Ärmel. Doch jetzt hat sich der Schweizer Uhrenhersteller Swatch den Spruch als Wortmarke gesichert – und nicht nur diesen.
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Steckt hinter der Aktion des Uhrenherstellers mehr als ein PR-Coup gegen Apple? Quelle: AFP
Swatch-Chef Nick Hayek

Steckt hinter der Aktion des Uhrenherstellers mehr als ein PR-Coup gegen Apple?

(Foto: AFP)

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch sucht augenscheinlich Ärger mit Apple. Wie US-Medien berichten hat sich Swatch die Begriffe „One more thing“ und „tick different“ als Wortmarken schützen lassen. Das erste ist ein bekannter Ausspruch von Apple-Gründer Steve Jobs, das zweite eine Verballhornung einer berühmten Apple-Kampagne.

„Think different“ lautete der wohl berühmteste Werbespruch aus dem Hause Apple, der das Selbstverständnis des Unternehmens unter der Führung von Steve Jobs auf den Punkt brachte. Swatch macht daraus nun „tick different“. Jedenfalls hat der Uhrenhersteller für diesen Spruch eine Wortmarke beantragt, wie Cnet berichtet.

Und wie Patentlyapple.com zuerst berichtete, hat sich Swatch auch für den Ausspruch „One more thing“ eine Wortmarke eintragen lassen. Und zwar für eine ganze Reihe von Produkten:

„Scientific, nautical, surveying, photographic, cinematographic, optical, weighing, measuring, signalling, checking (supervision), life-saving and teaching apparatus and instruments; apparatus and instruments for conducting, switching, transforming, accumulating, regulating or controlling electricity; apparatus for recording, transmission or reproduction of sound or images; magnetic data carriers, recording discs; compact discs, DVDs and other digital recording media; mechanisms for coin-operated apparatus; cash registers, calculating machines, data processing equipment, computers; computer software; fire-extinguishing apparatus; precious metals and their alloys, and goods in precious metals or coated therewith, not included in other classes; jewelry, precious stones; horological and chronomatic instruments.“

Bei Apple spielt die Musik
Tim Cook und Jimmy Iovine bei der Präsentation von Apple Music
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Apple ist der größte Musikhändler der Welt, mit seiner Plattform „iTunes“ verdient der Konzern Milliarden. Doch der Trend ist klar: Die Nutzer schwenken von Download- zu Streaming-Diensten um, die direkt aus dem Internet spielen. Nun will Apple daher ein neues Kapitel im Musikgeschäft aufschlagen. Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco präsentierte der Konzern in einer rund zweieinhalb Stunden langen Präsentation unter anderem seinen neuen Dienst Apple Music. Zu diesem gehört unter anderem ein Streaming-Service, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden.

Quelle: dpa

Zugriff auf 30 Millionen Songs
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Das Abo kostet 9,99 Dollar im Monat, Familien erhalten einen Sondertarif von 14,99 Dollar für bis zu sechs Personen. Für den Abo-Preis bekommt man Zugriff auf 30 Millionen Songs, drei Probemonate gibt es kostenlos. Preise für Deutschland soll es näher zum Starttermin geben. Dazu kommt ...

Radio
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... der Start des kostenlose Internet-Radios Beats One. Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App.

Jimmy Iovine
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Apple Music soll außerdem eine Plattform sein, über die Fans ihren Lieblingskünstlern folgen und die Musiker neue Titel veröffentlichen können. Etwas ähnliches hatte Apple 2010 bereits mit dem Musik-Netzwerk „Ping“ versucht, das zwei Jahre später wegen Erfolglosigkeit eingestellt wurde.

Begeisterter Konzernchef
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Apple bündelt damit alle seine Musik-Angebote in einer App. Apple Music „wird die Art, wie Sie Musik erleben, für immer verändern“, versprach Konzernchef Tim Cook am Montag. Einzelne Songs wird man auch mit Hilfe der Siri-Sprachsteuerung aussuchen können.

Mehr Leistung für's iPhone
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Apple hatte noch weitere Neuerungen im Gepäck, vor allem rund ums iPhone und das neue Mobil-System iOS 9. Da dieses effizienter aufgebaut wurde, soll ein iPhone damit bei typischem Gebrauch eine Stunde länger laufen als bisher. Zudem gibt es einen neuen Stromsparmodus, der einige Funktionen abschaltet. Auf dem iPad können künftig auch zwei Apps nebeneinander angezeigt werden - allerdings nur auf dem neuesten Modell iPad Air 2.

Persönlicher Assistent
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Neue Funktionen sollen das iPhone zudem stärker zum persönlichen Assistenten machen. Es kann zum Beispiel automatisch Termine aus E-Mails erstellen oder ausgehend aus der Verkehrslage empfehlen, früher zu einem Termin loszufahren. Apple geht damit einen ähnlichen Weg wie Google. Der Internet-Konzern verfolgt diesen Ansatz bei seinem Dienst Google Now.

„One more thing“ war üblicherweise der Ausspruch, mit dem Steve Jobs bei seinen legendären Produktpräsentationen noch ein Ass aus dem Ärmel zog und etwa der ersten iPod vorstellte. Während die Tech-Presse noch uneins darüber ist, ob Swatch sich mit seinen Wortmarken-Anmeldungen nur ein bisschen über Apple lustig machen will oder ob die Schweizer tatsächlich eine „One more thing“-Produktreihe planen, dürfte ein Ziel der Anmeldungen mit ziemlicher Sicherheit erreicht werden: Bei Apple wird man sich gebührend darüber ärgern...

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3 Kommentare zu "„One more thing“: Swatch stibitzt legendären Apple-Spruch"

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  • Eine "Wortmarke" auf einen bekanntes Zitat und übliche sprachliche Äußerungen ? Wohl nicht. Gemeint war wohl "Bildmarke". Oder sollte lediglich Aufmerksamkeit erregt werden ?

  • Die Anwälte lachen sich ein zweites Loch in den Hintern ;–))

  • Nun Apple war der Ansicht ins Uhrengeschäft einsteigen zu müssen. Apple hat den Schweizern die Uhr geklaut.

    Und nun?

    Wer zu spät kommt den bestraft das Leben - apple hätte ja die Wortmarke 'one more Thing' eintragen lassen können - vorher :-)

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