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Online-Spieleanbieter Zynga streicht fast jede fünfte Stelle

Zynga schafft den Auftrieb nicht: Nach einem erneuten Quartalsverlust streicht der Online-Spieleanbieter nun fast jeden fünften Job. Die Nachricht über die Sparmaßnahme lässt die Aktie nachbörslich steigen.
Update: 07.05.2015 - 01:25 Uhr Kommentieren
Einst sehr erfolgreich mit Online-Spiele auf Facebook wie „FarmVille“ oder „CityVille“: Zynga will 100 Millionen Dollar einsparen. Quelle: AFP

Einst sehr erfolgreich mit Online-Spiele auf Facebook wie „FarmVille“ oder „CityVille“: Zynga will 100 Millionen Dollar einsparen.

(Foto: AFP)

San Francisco Der schon seit langem mit Problemen kämpfende Online-Spieleanbieter Zynga streicht fast ein Fünftel der Arbeitsplätze. Nach einem erneuten Quartalsverlust sollen dadurch 100 Millionen Dollar pro Jahr eingespart werden, wie Gründer und Chef Mark Pincus am Mittwoch ankündigte. Insgesamt sollen 364 Mitarbeiter oder 18 Prozent der Belegschaft gehen. Die Aktie legte nach der Mitteilung nachbörslich zeitweise um über neun Prozent zu.

Zynga verlor im ersten Quartal rund 46,5 Millionen Dollar. Schon im Vorjahresquartal war ein Minus von knapp 61,2 Millionen Dollar aufgelaufen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um neun Prozent auf 183,3 Millionen Dollar.

Pincus war vor gut einem Monat überraschend an die Firmenspitze zurückgekehrt. Er will die Anstrengungen jetzt auf wenige neue Spiele konzentrieren. Zynga war einst sehr erfolgreich mit Online-Games auf der Facebook-Plattform wie „FarmVille“ oder „CityVille“. Dem Unternehmen gelang es jedoch bisher nicht, daran mit ähnlich großen Hits für die inzwischen dominierenden Smartphones anzuknüpfen.

Jetzt will Pincus Zynga gesundschrumpfen. In diesem Jahr soll es nur sechs bis acht neue Spiele geben. Die Entwicklung von Sport-Spielen wie „Tiger Woods Golf“ wird eingestellt. Zynga will sich nur auf fünf Kategorien konzentrieren, darunter sind Rennspiele, Action-Strategiegames wie das gerade gestartete Kriegsspiel „Empires & Allies“ und Poker-Apps.

Zynga gelang es zuletzt immerhin, den Nutzer-Schwund zu stoppen. Die Zahl aktiver Spieler legte binnen drei Monaten von 98 auf 100 Millionen zu. Von mobilen Geräten kommen inzwischen 63 Prozent der Einnahmen.

  • dpa
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