Online-Videos Komafernsehen statt Programmzeitung

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Das Unternehmen weiß, was die Kundschaft will

Diese Marken liebt das Netz
20. Platz: Canon
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20. Platz: Canon

Kameras, Drucker, Scanner: Deutsche User sind von dem japanischen Elektronikkonzern überzeugt. So schaffte es Canon gerade noch unter die Top 20 der beliebtesten Marken im Social Web.

Für die gemeinsame Analyse der dpa-Tochter „news aktuell“ und „Faktenkontor“ wurden mehr als 1,1 Millionen Konsumentenaussagen im Hinblick auf Menge und Tonalität ausgewertet. Insgesamt 500 Marken standen im Fokus der groß angelegten Studie.

19. Platz: Nike
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19. Platz: Nike

Seit 1989 Weltmarktführer, schafft es der amerikanische Sportartikelhersteller mit einer offensiven Werbetaktik Adidas auch in Deutschland zu übertreffen. Das Unternehmen aus Herzogenaurach ist nicht unter den Top 20.

18. Platz: Vodafone
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18. Platz: Vodafone

Preis, Service und Qualität sprechen für Vodafone. Das honoriert das deutschsprachige Social Web mit dem 18. Platz.

17. Platz: Expedia
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17. Platz: Expedia

Ursprünglich als Tochterunternehmen von Microsoft gegründet, läuft Expedia mittlerweile unter eigener Flagge. Im Dreieck Qualität - Service - Preis positioniert sich das Online-Reisebüro auf dem 17. Platz im Ranking.

16. Platz: BMW
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16. Platz: BMW

BMW punktet nicht nur mit Attraktivität und Schnelligkeit. Die Qualität und der Service des bayrischen Autobauers begeistern das deutschsprachige Social Web.

15. Platz: SAP
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15. Platz: SAP

Der Softwarehersteller hat es nicht leicht gegen Konkurrenten wie Microsoft und Apple. Dass sich das Unternehmen aus Walldorf in Rheinland-Pfalz angesichts der Konkurrenz nicht unterkriegen lässt, wissen deutsche User zu schätzen.

14. Platz: Xbox
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14. Platz: Xbox

Die von Microsoft entwickelte Spielkonsole erfreut sich wachsender Beliebtheit. Im Ranking lief die Xbox Konkurrenten wie Nintendo und Play Station den Rang ab.

Auch wenn manche Berichte aus dem gelobten Land des Fernsehens anders klingen: Netflix bietet bei weitem keine lückenlose Online-Videothek. Zwar gibt es zahlreiche Serien und Filme, gerade frisches Material wird indes nur begrenzt angeboten. Die aktuelle Episode der Fantasy-Reihe „Game of Thrones“ läuft nicht dort, sondern beim Pay-TV-Sender HBO, auch das neue „Spider-Man“-Abenteuer ist nicht Paket enthalten.

In Deutschland dürfte das Angebot eher kleiner sein. Die Rechte an der preisgekrönten Politthriller-Serie „House of Cards“ mit Kevin Spacey hat das Unternehmen beispielsweise an den Pay-TV-Sender Sky vermarktet. „Alle neuen Staffeln werden bei Sky Premiere feiern“, teilte ein Sprecher des Münchener Unternehmens auf Anfrage mit. Die Rechte an der ersten Staffel der Mystery-Serie „Hemlock Grove“ hält Amazon. Exklusiv hat Netflix höchstens künftige Produktionen.

Netflix muss also ein Paket schnüren, das nicht wie ein Maxdome- oder Watchever-Abklatsch wirkt und auch nicht viel mehr als acht bis zehn Euro kostet. Das US-Unternehmen dürfte aber nach Einschätzung eines Experten gute Chancen haben, in Zukunft attraktive Senderechte für die europäischen Länder zu ergattern: „In Hollywood ist Netflix eine Einkaufsmacht“, sagt Dirk Martens, Geschäftsführer des Marktforschers House of Research in Berlin. Im Paket lassen sich Lizenzen leichter kaufen.

Am Geld dürfte die aggressive Expansion nicht scheitern. Das Geschäft in den USA ist profitabel, nach Informationen des Branchendienstes Variety sicherte sich das Unternehmen kürzlich außerdem mit einer Schuldverschreibung 400 Millionen Dollar. So kann sich Netflix eine Kampagne leisten, um seinen Namen in die Köpfe aller Zuschauer zu bekommen. „Es könnte einen kleinen Werbekrieg zwischen Watchever und Netflix geben“, sagt Marktforscher Martens. Auch die Vivendi-Tochter hat mächtig investiert.

Furore macht Netflix mit seiner Technologie. Mit ausgetüftelten Algorithmen wertet das Unternehmen aus, welche Genres den Zuschauern besonders gefallen. Dafür schauen sich Mitarbeiter sämtliche Inhalte an, die im Katalog stehen, und ordnen sie Kategorien zu. Netflix weiß, was die Kundschaft will – ein Vorteil sowohl bei der Vermarktung als auch bei der Planung eigener Serien. „Sie besitzen einen Haufen Daten über Hollywood-Unternehmen, der ohne Beispiel ist“, schreibt Alex Madrigal vom Magazin „The Atlantic“, der in die Tiefen des Systems gestiegen ist.

Netflix muss sich in Deutschland noch beweisen. Gemeinsam verändern die Online-Videotheken aber das Sehverhalten – und krempeln damit einen Markt um. Wie das immer so ist: Es gibt auch Verlierer. Dazu zählen die stationären Videotheken, die trotz des Verkaufs von Bier, Chips und Hundefutter weniger Bequemlichkeit bieten als die Online-Dienste. Aber auch die traditionellen TV-Sender könnte der Umbruch treffen. Video on Demand wird ARD, RTL und Co wohl nicht ersetzen können, aber ihnen Zuschauer abspenstig machen, wenn nicht gerade eine Fußball-WM oder das „Dschungelcamp“ läuft. Wem das Programm nicht gefällt, der hat Alternativen.

Netflix bringt mehr Wettbewerb in den Fernsehmarkt

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2 Kommentare zu "Online-Videos: Komafernsehen statt Programmzeitung"

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  • am schönsten finde ich deine lebensfremden Serien, die doch das ach so freie Amerika vorgaukeln, der weil scheißt man sich schon ein, wenn man mal in der Öffentlichkeit ein Bier oder havanna raucht.
    Schön sind auch die tollen Powerfrauen Aktion Movies in dem Sie gestanden Kerle von 3 Zentner mit einem Fausthieb 10 m weg haun.

    Wer also nicht genug von VOX und PRO7 berieselt wird, schaltet bitte diesen Rotz ein und vergammelt seine wertvolle Lebenszeit.

  • "Fernsehen, wann und wo man will"

    Müsste es nicht besser heißen:

    "Gehirnwäsche, wann und wo man will"?

    Ich lebe seit ca. 4 Jahren ohne "TV-Manipulation" und kann es nur jedem empfählen!



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