Oracle HP-Chef Apotheker wird im SAP-Prozess schweigen

Hewlett-Packard-Chef Léo Apotheker wird im Prozess zwischen dem Softwarekonzernen Oracle und SAP keine Aussage machen. Ein Rückschlag für Oracle, das auf einen Auftritt Apothekers gesetzt hatte.
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HP-Chef Léo Apotheker. Quelle: dpa

HP-Chef Léo Apotheker.

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HB SAN FRANCISCO. Der neue Vorstandsvorsitzende von Hewlett-Packard, Léo Apotheker, wird nicht im Prozess zwischen dem Softwarekonzern Oracle und seinem früheren Arbeitgeber SAP aussagen. Oracle hat gefordert, dass Apotheker vor Gericht darlegt, was er über die Übernahme des Dienstleisters Tomorrow Now durch SAP wusste. Oracle erklärte jedoch am Mittwoch, HP habe das abgelehnt. Hewlett-Packard hat dagegen erklärt, Apothekers schriftliche Aussage liege Oracle bereits vor.

SAP muss sich seit Montag vor dem US-Gericht für illegale Praktiken ihrer inzwischen abgewickelten Dienstleistungstochter Tomorrow Now verantworten. Dabei geht es um Daten, die beim US-Wettbewerber Oracle heruntergeladen wurden. Oracle verlangt von SAP dafür Schadenersatz in Milliardenhöhe. Tomorrow Now war darauf spezialisiert, den Kundendienst für Software-Anwendungen von Oracle zu Billigpreisen anzubieten. Oracle hatte seine Klage 2007 eingereicht. Anfang August †2010 räumte SAP den Vorwurf des Datendiebstahls und eine finanzielle Verantwortung ein. Das Gericht muss vor allem die Höhe der Entschädigung klären, die SAP an Oracle leisten muss.

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