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Patent-Scharmützel mit Samsung Apple verkämpft sich vor Gericht

Apple gegen Samsung, die nächste: Die beiden Smartphone-Rivalen schenken sich in ihrem Patentstreit nichts. Doch nach einer Gerichtsentscheidung stellt sich die Frage: Wie sinnvoll sind die juristischen Scharmützel?
12.10.2012 Update: 12.10.2012 - 16:54 Uhr 6 Kommentare

Samsung: Apple, zieh Dich warm an

Düsseldorf Auf den ersten Blick sieht es so aus, als habe Apple nur ein kleines Scharmützel im großen Patentkrieg gegen Samsung verloren. Der koreanische Rivale darf ein älteres Smartphone-Modell nun doch wieder in den USA anbieten, weil ein Berufsgericht in Washington ein vorläufiges Verkaufsverbot aufgehoben hat. Doch obwohl das nur wenige Nutzer davon abhalten dürfte, sich ein iPhone zuzulegen, verlor die Apple-Aktie nach der Entscheidung zunächst deutlich. Denn das Verfahren zeigt, wie mühsam es für den iKonzern ist, sich juristisch gegen die wachsende Konkurrenz zu schützen.

Im aktuellen Verfahren geht es um Gerät, für das Käufer sicher nicht mehr Schlange stehen: das Galaxy Nexus, seit Herbst 2011 im Handel. Samsung hat seitdem bereits etliche neue Geräte auf den Markt gebracht, darunter das neue Flaggschiff Galaxy S3. 20 Millionen Stück hat der Konzern in den den ersten drei Monaten verkauft. Am Donnerstag stellte er außerdem das Galaxy S3 Mini vor, eine abgespeckte Variante. Er könnte locker auf das Galaxy Nexus verzichten, ohne dass es ihm die Bilanz verhagelt. „Samsung ist breit aufgestellt, das große Portfolio ist ein Pfund im Wettbewerb gegen Apple“, sagt Rüdiger Spies, Analyst beim IT-Marktforschungsunternehmen IDC.

Im aktuellen Streit geht es aber nicht um ein Produkt, sondern mehr: Er ist Teil eines weltweiten Patentkrieges, den die Hersteller von Smartphones und Tablet-Computern ausfechten. Es geht um Marktanteile und Milliardenumsätze, gerade bei Apple und Samsung. Der eine hat das Smartphone in seiner heutigen Form erfunden und zum Lifestyle-Produkt gemacht; der andere den Markt aufgerollt. Allein die beiden Konzerne streiten sich in rund 50 Verfahren.

Der vor einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte die Auseinandersetzung mit Samsung und anderen Herstellern in Gang gesetzt, weil er Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android für abgekupfert hielt. Das Android-Lager konterte mit Gegenklagen; so geht Samsung wegen der Mobilfunktechnologie LTE gegen das kürzlich vorgestellte iPhone 5 vor.

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    6 Kommentare zu "Patent-Scharmützel mit Samsung: Apple verkämpft sich vor Gericht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ein guter Artikel.
      Mittlerweise beachte ich diese Firma nur noch wegen ihrer Patentstreitigkeiten und nicht mehr wegen ihrer Produkte.
      Es stimmt schon, dass Apple mit weniger Kosten davon kommen würden, falls sie sich mit der Konkurrenz anders einigen könnte. ABER das wäre auch das beschleunigte Ende von Apple.
      Die Konkurrenz schläft doch nicht. Samsung bietet eine viel größere Palatte an Smartphones und ist auch unglaublich erfolgreich damit. Für jedermann etwas. Android läuft auf Geräten von tausenden Herstellern. Auf lange Sicht ist es unmglich für Apple sich gegen diesen Sturm zu wehren.
      Eine Einigung würde doch nicht zu einer Co-Existenz führen. Android und Ios beanspruchen die selbe Nische. Es würde alles nur beschleunigen. Daher sind diese Patentgefechte Apple's letzte Hoffnung.
      Das was wir hier sehen ist aber nur der Anfang vom Ende des Apple Konzerns. Statt des ständigen Streitens hätte sie bessere Telefone bauen müssen. Die Konkurrenz auf Abstand halten durch Technik. Das wäre eine gute Taktik gewesen. Apple ist in meinen Augen das neue Nokia.

    • Wer will den knarzenden Plastik Schrott von Samsung, einer Firma, die die Kunden verarscht wo es nur geht? Schon mal mit dem Samsung Support Kontakt aufgenommen? Viel Spaß dabei, schlimmer geht's nicht.

    • Wenn ein Unternehmen sich auf die Verteidigung seiner im Markt befindlichen Produkte konzentriert, hat es seinen Zenit überschritten. Apple ist mit seinen verbissenen Rechtsstreitigkeiten überall in der Welt einen Weg gegangen, der es vom Pfad der Innovation und bahnbrechenden Ideen ablenkt. Mehr noch: mit dem Schwerpunkt auf Design hat sich Apple selbst mehr limitiert als seine Wettbewerber, die es bekämpft. Das iPhone 5 mag ein Hinweis darauf sein. Mit dem Weggang von Google Maps und die Aufnahme eines nicht vorzeigbaren Mapprogramms offenbart Apple eine Schwäche, die Animositäten über Qualität stellt. Damit hat Apple seinen strahlenden unbefleckten Nimbus verloren und große Verbraucherschichten werden sich Samsung zuwenden, das nun beste Produkt im Markt: Samsung ist schneller, ist Voll-G4 kompatibel in allen Netzen, bietet nun das beste Map-Programm und ermöglicht SD-Karten Speichererweiterung. Das alles sind Features, die nutzerfreundlich sind. Apple bringt sich damit in die Ecke Luxus - Lifestyle und verliert die Positionierung des technologisch führenden Schrittmachers. Das wird sich auch auf die Tabletts auswirken. Nicht sofort, aber nach und nach.

    • Es geht schlicht darum, dass dreistes kopieren/plagiieren sich nicht lohnen darf.

      Und alle 'Runde-Ecken-darf-man-nicht-patentieren' Fetischisten sollten anstatt stumpf die Argumentation von Samsung zu wiederholen, einfach mal genauer hinsehen. Sie würden dann auf den ersten Blick erkenne, dass Samsung nahezu das gesamte Aussehen dreist kopiert hat.

      Esist doch auffällig, dass Samsungs Smartphones kurz nach der Veröffentlichung des iPhone diesem 1:1 ähnelten, die Android Smartphones anderer Hersteller aber sich sehr wohl vom iPhone unterschieden.

      Im Zuge des Verfahrens wurde deutlich, dass dieses bewusst getan wurde und vom Management gewollt war. Sogar Google als Android Hersteller hat rechtzeitig auf eine zu große Ähnlichkeit und mögliche rechtliche Konsequenzen hingewiesen, was vom Samsung Management ignoriert wurde. Da Apple bei ihnen der größte Kunde war, wähnte man sich sicher. Pech gehabt, Jungs.

      Frech kommt nicht immer weiter, und die Strafe kann nicht groß genug sein. Da es um vorsätzliches Plagiieren handelt, wünsche ich mir eine Verdreifachung der 1 Mrd. USD Strafe. Das würde zumindest etwas schmerzen, und das Samsung Management müsste sich vor den Aktionären verantworten.

      Sonste kopiert Samsung demnächst einfach weiter.

    • Juristen sind immer schwierig. Wenn die einen Vertrag entwerfen, weiß man kaum noch, was da eigentlich verkauft wird. Und verstehen tun sie von dem Job insgesamt kaum was. 2 Juristen, 3 Meinungen. Sogar vor Gericht. Alles Studierte Richter. Nächste Instanz. Urteil kassiert. Da sind Autoschlosser deutlich bessere Fachleute. Wenn einer feststellt: Bremse kaputt, dann stimmt das (meist).

    • Juristen und "Markt" dass paßt nicht zusammen. Sobald Juristen eingesetzt werden entstehen Kosten, die entweder vom Hersteller oder vom Kunden getragen werden müssen. Somit sind jursitische Auseinandersetzungen auf diesem Niveau volkswirtschaftlich "schädlich".
      Wenn man aufgrund der gegebenen Situation Gerichte bemüht, dann versucht man nur Wettbewerb zu vermeiden, d.h. man hat Angst Marktanteile zu verlieren.
      Diese Angst Apple) verwundert ein bißchen, da sie die einzigen sind die ein integriertes Konzept entwickelt haben (Produkt + SW + Marke).

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