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PC-Branche Dell schwächelt wegen iPads und Co.

Alternativen zum PC vermiesen Dell das Geschäft: Der Computerbauer enttäuscht mit den Jahreszahlen die Analysten. Größeren Verlusten konnte der drittgrößte Computerbauer der Welt nur dank neuen Services entgehen.
Update: 21.02.2012 - 23:29 Uhr Kommentieren
Der Gründer des drittgrößten Computerbauers der Welt: Michael Dell. Quelle: Reuters

Der Gründer des drittgrößten Computerbauers der Welt: Michael Dell.

(Foto: Reuters)

Round Rock Dem Computerkonzern Dell machen die rückläufigen PC-Verkäufe zu schaffen. Viele Menschen greifen mittlerweile lieber zu einem iPad oder einem anderen Tablet-Computer. Im vierten Geschäftsquartal musste Dell deshalb im Geschäft mit Privatkunden einen Rückgang hinnehmen.

Im Geschäft mit Firmenkunden und Behörden konnte der Hersteller die Schwäche dadurch ausgleichen, dass Dell verstärkt Dienstleistungen rund um die Informationstechnologie anbietet. Dank des Servicegeschäfts wuchs der Umsatz in den drei Monaten bis Anfang Februar noch um 2 Prozent auf 16,0 Milliarden Dollar (12,1 Mrd Euro).

Die Kunden würden Dell heute nicht mehr als reinen PC-Hersteller wahrnehmen, sagte Gründer und Konzernchef Michael Dell am Dienstag. Er hatte den Umbau zu einem breit aufgestellten Computerkonzern angestoßen, nachdem das PC-Geschäft immer weniger abgeworfen hatte.

Er hatte den Umbau zu einem breit aufgestellten Computerkonzern angestoßen, nachdem das PC-Geschäft immer weniger abgeworfen hatte. Zuletzt musste Dell allerdings höhere Kosten verdauen. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 764 Millionen Dollar. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was Apple zuletzt mit seinen iPhone-Handys, iPads und Mac-Computern im Quartal verdient hatte - nämlich 13,1 Milliarden Dollar.

Dell versucht mit dem Ausbau des Servicegeschäfts, dem Druck zu entkommen. Dabei wandelt der Computerbauer auf den Spuren des erfolgreichen IT-Urgesteins IBM. Der Betrieb von Rechenzentren oder die IT-Beratung sind üblicherweise profitabler als der Verkauf von Hardware. Denn es gibt fast immer jemanden, der den PC billiger anbietet. Die Angreifer von Dell sitzen vor allem in Asien und heißen Acer, Asus oder auch Lenovo.

Für das laufende Quartal rechnet Dell mit deutlich schwächeren Umsätzen. Die Verkäufe dürften gegenüber dem Vorquartal um sieben Prozent abfallen, teilte der Konkurrent von Hewlett Packard am Dienstag mit und schürte damit Sorgen, dass die mit Lieferengpässen und Konjunkturflaute kämpfende Branche die Krise noch nicht überstanden hat.

Anleger zeigte sich enttäuscht: Im nachbörslichen Handel fielen Dell-Aktien um mehr als vier Prozent.

Analysten hatten bislang mit einem besseren Abschneiden kalkuliert. Dell ist nach den Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner die Nummer drei der PC-Branche hinter Hewlett-Packard und Lenovo. HP legt seine Bilanz am Mittwoch vor.

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  • dpa
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