PC-Hersteller Lenovo rutscht in die Verlustzone

Lenovo muss im ersten Quartal einen Verlust von 72 Millionen Dollar wegen gestiegener Kosten und Absatzrückgang hinnehmen. Vor Jahresfrist machte das Unternehmen noch einen Gewinn von 173 Millionen Dollar.
Update: 18.08.2017 - 10:13 Uhr Kommentieren
Nach zwei Quartalen mit Zuwächsen waren die PC-Auslieferungen von Lenovo zuletzt wieder um sechs Prozent gesunken. Quelle: AFP
Lenovo

Nach zwei Quartalen mit Zuwächsen waren die PC-Auslieferungen von Lenovo zuletzt wieder um sechs Prozent gesunken.

(Foto: AFP)

HongkongDie starke Konkurrenz auf dem PC-Markt und anhaltende Schwierigkeiten im Smartphone- und Server-Geschäft haben den chinesischen Hersteller Lenovo überraschend in die roten Zahlen gedrückt. Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni fuhr der einst weltweit größte PC-Produzent bei stagnierenden Umsätzen einen Verlust von 72 Millionen US-Dollar ein, wie Lenovo am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 173 Millionen Dollar verdient. Es war der erste Fehlbetrag nach sechs Quartalen mit Gewinnen. Analysten hatten auch diesmal mit einem Überschuss gerechnet. An der Börse in Hongkong rutschte der Kurs mit einem Minus von mehr als 4 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr.

„Der starke Anstieg unserer Kosten hat uns in allen drei Sparten belastet“, sagte Konzernchef Yang Yuanqing. Nach prominenten Übernahmen hat Lenovo sein Smartphone- und Server-Geschäft bislang nicht in den Griff bekommen. Der Konzern hatte Google 2014 den Handyhersteller Motorola abgekauft und von IBM einen Teil der Serversparte übernommen.

Tech-Titanen streiten um die Künstliche Intelligenz
Elon Musk
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Zuletzt hatte der SpaceX- und Tesla-Chef die Diskussion wieder angefacht. Ungewohnt für das so gern auf Selbstregulierung pochende Silicon Valley forderte Musk bei der Künstlichen Intelligenz Eingriffe durch den Gesetzgeber.

Einer der nachdrücklichsten Mahner
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Musk findet deutliche Worte: „Künstliche Intelligenz stellt ein grundlegendes Risiko für die Existenz der menschlichen Zivilisation dar, auf eine Weise wie es Autounfälle, Flugzeugabstürze, schadhafte Drogen oder schlechtes Essen nie waren“. Damit machte er sich nicht nur Freunde im Silicon Valley.

Mark Zuckerberg
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Der Facebook-Gründer gilt vielen als Grundoptimist – nicht nur in Bezug auf die Vorzüge seiner eigenen Plattform, sondern auch bei der Künstlichen Intelligenz. Die will er auch für Facebook nutzen, zum Beispiel zur Identifikation von Hasskommentaren. Er warf den Kritikern wie Musk vor, es sei von Schwarzmalern unverantwortlich, Schreckensszenarien zu entwerfen. „Ich bin wirklich optimistisch“, hielt er dagegen.

Der Streit
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Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Sein Verständnis des Themas ist begrenzt“, schrieb Musk über Zuckerberg auf Twitter. Dabei ist er mit seinen Bedenken längst nicht allein unter den sonst so Technologie-Begeisterten Vertretern aus Kalifornien.

Peter Thiel
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Musk rief zusammen mit anderen Tech-Größen 2015 „Open AI“ ins Leben – ein mit einer Milliarde Dollar ausgerüstetes Forschungsprojekt, das die Risiken und Nebenwirkungen der Künstlichen Intelligenz erforschen und für eine positive Entwicklung sorgen soll. Zu den Geldgebern gehört auch Trump-Berater und Tech-Milliardär Peter Thiel.

Reid Hoffman
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Auch der Mitgründer des Karrierenetzwerks LinkedIn gehört zu den Unterstützern von „Open AI“.

Ray Kurzweil
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Es gibt allerdings auch Optimisten. Ray Kurzweil etwa, Forscher in Diensten von Google, hofft auf die Singularität – also darauf, dass Maschinen die Menschen übertreffen und sich selbst optimieren können. Dank rasanter technischer Fortschritte könne es in zehn bis 15 Jahren so weit sein.

Doch Lenovos Smartphone-Geschäft verbrennt auch weiterhin Geld. Lieferschwierigkeiten, steigende Kosten und eine aggressive Konkurrenz machen dem Konzern auch im Servergeschäft das Leben schwer. Hinzu kommt, dass Lenovo zuletzt auch im PC-Kerngeschäft den Halt verlor. Die ehemalige weltweite Nummer eins büßte ihre Spitzenposition ein und wurde zuletzt vom US-Konkurrenten HP überholt. Lenovo will nun in den kommenden Jahren 1,2 Milliarden Dollar in neue Technologien wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und virtuelle Realitäten investieren. In der Handy-Sparte setzt Lenovo weiterhin auf die Marke Motorola.

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