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Personalabbau Telekom fordert Unterstützung vom Bund

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Renommierte Staatsrechtler wie die Professoren Ulrich Battis (Berlin) und Peter Huber (München) sehen diesen Ausweg jedoch nicht: Solange das Grundgesetz nicht geändert werde, könne theoretisch nur eine Insolvenz das Unternehmen von der Beamtenpflicht befreien.

So wird die Telekom womöglich zunächst den Weg der kleinen Schritte gehen und zusehen, dass sie zumindest die 6 000 Beamte in den Vorruhestand schicken kann. Strittig dabei ist vor allem das Alter, mit dem ein Beamter aus dem Vorruhestand in Pension geht. Ab diesem Zeitpunkt muss die Telekom für ihn keine Zahlungen mehr leisten. In Unternehmenskreisen heißt es, die Telekom wolle die betreffenden Beamten schon mit 58 oder 59 Jahren und nicht erst mit 65 aus dem Vorruhestand in Pension schicken. Dieses Alter entspricht dem statistischen Rentenalter aller Beamten. Grund: Die Staatsdiener werden häufig dienstunfähig und scheiden vorzeitig aus.

Das Problem beim Personalabbau bildet nach wie vor die Festnetzsparte T-Com – das Herz des einstigen Staatskonzerns. Sie ist mit 80 000 Mitarbeitern in Deutschland klar überbesetzt. Die Hälfte der Beschäftigten dort sind Beamte, weitere 30 Prozent nach langjähriger Dienstzeit praktisch unkündbar.

Durch ihren Personalab- und Umbau in den vergangenen Jahren ist die Telekom bereits wesentlich effizienter geworden. So kamen vor zehn Jahren auf einen Mitarbeiter gerade einmal 200 Telefonanschlüsse, heute sind es doppelt so viele. Verglichen mit den Rivalen in Europa liegt sie damit aber nur im Mittelfeld. France Telecom steht mit nur 300 Anschlüssen pro Mitarbeiter zwar schlechter da, die spanische Telefonica sowie Telecom Italia sind mit 500 Anschlüssen pro Beschäftigen aber wesentlich produktiver. Will die Telekom Europas Nummer eins bleiben, muss sie sich weiter verschlanken.

Hinzu kommt, dass die modernen Netze zunehmend leichter zu handhaben sind. „Dadurch werden künftig immer weniger Mitarbeiter für das Festnetz benötigt“, erklärt Arno Wilfert von der Unternehmensberatung Arthur D. Little.

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