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Print- ohne TV-Geschäft Murdoch spaltet sein Imperium auf

Rupert Murdoch teilt sein Medienreich: Seine News Corp. soll künftig vom Zeitungsgeschäft getrennt werden. Der Verwaltungsrat hat jetzt einem entsprechenden Plan zugestimmt.
28.06.2012 Update: 28.06.2012 - 14:17 Uhr Kommentieren
Das Logo der News Corporation in New York. Quelle: dpa

Das Logo der News Corporation in New York.

(Foto: dpa)

Washington/New York Das Medienimperium von Rupert Murdoch wird aufgespalten. Es bestehe die Absicht, das Verlagsgeschäft und den Unterhaltungsbereich der News Corp. in zwei separat an der Börse gehandelte Unternehmen aufzuteilen, hieß in einer Mitteilung des Konzerns am Donnerstag. Der Aufsichtsrat habe das Management beauftragt, die Aufspaltung weiter voranzutreiben.

Das höchste Firmengremium hatte sich gestern in New York getroffen und das Vorhaben abgenickt. Der ganze Aufteilungsprozess solle in rund zwölf Monaten abgeschlossen sein. Es gebe bis dahin zahlreiche Details auszuarbeiten. Es werde voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2013 eine Aktionärsversammlung geben, um die Neuaufstellung endgültig zu beschließen.

Zur neuen Unterhaltungssparte sollen unter anderem die Fox-Fernsehsender und das Filmstudio „20th Century Fox“ gehören, die zusammen mit den anderen elektronischen Medien schon heute drei Viertel des Umsatzes beisteuern. In der Printsparte wären neben dem Flaggschiff „Wall Street Journal“ auch die Londoner „Times“, das britische Massenblatt „Sun“ sowie zahlreiche weitere Zeitungstitel in den USA und Australien versammelt sowie der Buchverlag Harper Collins.

Viele Anteilseigner fordern seit langem, dass das weniger lukrative Verlagsgeschäft abgespalten wird. Die News Corp.-Aktien waren um 11 Prozent gestiegen, nachdem zu Wochenbeginn bestätigt worden war, dass eine Aufspaltung des Medienkonzerns erwogen wird.

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    Details des größten Einschnitts in der Geschichte der News Corp. müssen laut „Wall Street Journal“ noch ausgearbeitet werden, etwa wer die beiden dann eigenständigen Unternehmen führen soll. Es wird erwartet, dass Rupert Murdoch der Unterhaltungssparte als Chef erhalten bleibt.

    Bis zur endgültigen Aufspaltung könne ein Jahr vergehen hieß es. Der Verwaltungsrat müssen dem Plan auch noch seinen finalen Segen geben, wenn alle Einzelheiten feststünden. Angesichts des starken Einflusses von Rupert Murdoch selbst, der rund 40 Prozent der Stimmrechte auf sich vereint, dürfte dies jedoch eine reine Formsache sein.

    Murdoch hatte sich lange gegen eine Aufspaltung gesträubt, hatte er sein Imperium doch auf Zeitungen aufgebaut und erst später Film und Fernsehen hinzugekauft. Die News Corp. ist auch größter Anteilseigner des deutschen Bezahlsenders Sky.

    Zu seinem Umdenken dürfte der Abhörskandals bei der inzwischen eingestellten britischen Sonntagszeitung „News of the World“ beigetragen haben. Hier hatte sich die Schwäche des Medienriesen offenbart: Wegen des Skandals musste Murdoch seinen Plan aufgeben, den britischen Fernsehkonzern BSkyB komplett zu übernehmen.

    Die News Corp.-Aktien waren bereits um 11 Prozent gestiegen, nachdem bestätigt worden war, dass eine Aufspaltung des Medienkonzerns erwogen wird.

    • dpa
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