Pro Sieben Sat 1 Medienkonzern senkt Umsatzprognose

Das schwache TV-Werbegeschäft macht Pro Sieben Sat 1 zu schaffen. Der Vorstand rechnet nun mit einem geringeren Umsatzplus. Das Betriebsergebnis und der bereinigte Überschuss dürften jeweils „leicht“ steigen.
Update: 08.11.2017 - 21:58 Uhr Kommentieren
Der Konzern senkt wegen schwachem Werbegeschäft seine Umsatzprognose. Quelle: dpa
Pro Sieben Sat 1

Der Konzern senkt wegen schwachem Werbegeschäft seine Umsatzprognose.

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MünchenPro Sieben Sat. 1 gibt die Zuversicht auf eine kräftige Erholung des Werbegeschäfts zum Jahresende auf. Trotz einer Trendwende in den vergangenen Wochen bei den TV-Werbeerlösen werde eine Aussage zum gesamten Schlussquartal erst nach dem Jahreswechsel möglich sein, teilte der Fernsehkonzern am Mittwoch mit.

Auch die Produktionssparte und die Online-Unterhaltungsangebote kämpften mit Problemen. Der Vorstand senkte deshalb seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr und äußerte sich zurückhaltender zum erwarteten Gewinnwachstum.

Beim Umsatz rechne man nun lediglich mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich, erklärte ProSiebenSat.1. Bisher hatte das Management ein Wachstum im mindestens hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Das Betriebsergebnis (adjusted Ebitda) und der bereinigte Überschuss dürften jeweils „leicht“ steigen, hieß es nun. Bisher hatte der Konzern einen Anstieg beider Gewinnzahlen ohne eine Größenordnung in Aussicht gestellt.

Im vierten Quartal werde der Umsatz der Produktionssparte voraussichtlich zweistellig zurückgehen. Grund seien starke Vergleichswerte im Vorjahr und eine Verschiebung von Produktionen in das nächste Jahr. Zudem dauerten die Probleme in Teilen der digitalen Unterhaltungsangebote an, erklärte der Konzern, ohne Details zu nennen. Zu dem Segment gehört die Online-Videothek Maxdome. Gleichzeitig stiegen die Programmkosten der TV-Sender.

Das Geschäft im dritten Quartal entsprach im Großen und Ganzen den Markterwartungen. Der Umsatz legte trotz der bereits erwarteten verhaltenen Entwicklung des TV-Werbegeschäfts um drei Prozent auf 883 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis stagnierte bei 202 Millionen Euro, der bereinigte Konzernüberschuss stieg um ein Prozent auf 99 Millionen Euro.

Von Reuters befragte Analysten hatten einen Umsatz von 881 Millionen Euro, ein Betriebsergebnis von 201 Millionen Euro und einen bereinigten Nettogewinn von 94 Millionen Euro erwartet.

Bei der Einschätzung des TV-Werbegeschäfts hatte ProSiebenSat.1 seine Anleger im laufenden Jahr wiederholt enttäuscht. Der deutsche Markt, dessen Löwenanteile auf ProSiebenSat.1 und die konkurrierenden RTL-Sender entfallen, wuchs im laufenden Jahr zur Überraschung vieler Branchenexperten weniger stark als erwartet.

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