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Probleme für Apple Rückruf bei iPad2 - Kampf um die iCloud

Gegenwind für Apple: Der Technologieriese hat sich in den USA eine Klage gegen den neuen Datenspeicherdienst iCloud eingehandelt. Hintergrund ist ein Streit um die Namensrechte. Gleichzeitig gibt es Probleme beim iPad2.
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Steve Jobs und die

Steve Jobs und die "iCloud": Es gibt einen Kampf um die Namensrechte.

(Foto: dpa)

Phoenix/San Francisco Der US-Konzern Apple ruft wegen Verbindungsproblemen einige seiner Tablet-Computer der zweiten Generation zurück. Es handle sich um eine „extreme kleine Anzahl“ von iPad-Geräten, die für den Vertrieb des Mobilfunkbetreibers Verizon produziert worden seien, erklärte eine Apple-Sprecherin am Freitag. Der Grund für den Rückruf sei, dass mehrere Geräte fälschlicherweise mit dem selben Identifizierungscode zur Einwahl in das Verizon-Netzwerk ausgeliefert worden seien. Apple werde die bereits verkauften iPads mit fehlerhaften MEID-Code (Mobile Equipment Identifier) gegen neue Geräte austauschen. Wie viele Kunden von dem Rückruf betroffen sind, wollte Apple nicht sagen. Verizon lehnte eine Stellungnahme ab.

Mit dem Internet-Datenspeicher iCloud will Apple derweil seine Erfolgsgeschichte fortschreiben, doch erst einmal muss der Technologieriese um die Namensrechte für den neuen Dienst kämpfen. Die US-Firma iCloud Communications macht ältere Ansprüche geltend und hat Klage vor dem Bezirksgericht von Arizona eingereicht. Apple äußerte sich zunächst nicht dazu.

iCloud Communications nutze den Namen seit der Gründung im Jahr 2005, heißt es in der am Donnerstag eingereichten und am Freitag veröffentlichten Klageschrift. Nach dem großen Rummel um den neuen Dienst des iPad- und iPhone-Herstellers würde jedoch alle Welt bei iCloud zuerst an Apple denken, moniert der Kläger. Darunter leide das eigene Produkt, das mit dem von Apple identisch oder ihm zumindest sehr ähnlich sei.

Stress um das kleine „i“

iCloud Communications verlangt nun von Apple eine Entschädigung in ungenannter Höhe. Um die eigene Forderung zu unterstreichen, zählt das Unternehmen aus Arizona in der Klageschrift eine ganze Reihe von Fällen auf, bei denen Apple die Namensrechte anderer missachtet habe: beim iPhone-Handy, beim iPad-Tablet und auch beim Konzernnamen Apple, um den es lange einen Streit mit der Beatles-Plattenfirma Apple Corp. gegeben hatte.

Apple-Gründer Steve Jobs hatte mit der Rückkehr ins Unternehmen das kleine „i“ am Anfang von Produktnamen zum Markenzeichen gemacht. Erst kamen die iMac-Computer, dann die iPod-Musikplayer. Schon beim iPhone wurde Apple allerdings Anfang 2007 von dem Netzwerkausrüster Cisco verklagt, weil dieser mit dem Kauf einer kleineren Firma auch ein Produkt mit dem Namen eingekauft hatte. Die Unternehmen einigten sich schließlich nach mehrwöchigen Verhandlungen. Einmal wich Apple auch wegen Namensrechten von dem „i“-Schema ab. Die Wohnzimmer-Box zum Abspielen von Video und Musik sollte ursprünglich iTV heißen, wegen möglichem Ärger mit dem britischen Fernsehkonzern ITV kam sie jedoch als AppleTV auf den Markt.

Auch Apple selbst weiß Markennamen zu verteidigen. So streitet der Konzern mit dem Online-Einzelhändler Amazon, weil dieser seine Download-Plattform mit Programmen für das Google-Betriebssystem Android Appstore genannt hat. Apple beansprucht den Begriff „App Store“ als Marke für sich und findet, dass der Name des Amazon-Dienstes dem zu nahe kommt. Zugleich schlugen sich Apple-Rivalen wie Microsoft auf Seite von Amazon.

  • dpa
  • rtr
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2 Kommentare zu "Probleme für Apple: Rückruf bei iPad2 - Kampf um die iCloud"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie soll man sonst das Heer von windigen Anwälten ernähren. 14 Millionen Arbeitslose sind doch schon genug.

  • Wenn ich iPad oder iPhone oder iCloud höre denke ich immer an
    das Buch i, Robot von 1950 (bzw Film 2004)...
    also sollte wohl apple ein paar trilliarden an die Erben von Asimov zahlen... diese i-d-.ioten

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