Quartalszahlen Bechtle nimmt Fahrt auf

Der IT-Dienstleister Bechtle hat den Umsatz im zweiten Quartal um mehr als 13 Prozent gesteigert. Das liegt auch daran, dass der Konzern im Mai den größten Auftrag seiner Geschichte gewonnen hatte.
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Für den IT-Konzern lief das zweite Quartal mehr als gut. Quelle: dpa
Bechtle

Für den IT-Konzern lief das zweite Quartal mehr als gut.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer IT-Dienstleister Bechtle ist im zweiten Quartal dank der robusten Konjunktur in Deutschland kräftig gewachsen. Der Umsatz legte von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,6 Prozent auf 686 Millionen Euro zu, wobei der Inlandsumsatz um mehr als 16 Prozent stieg. Das Vorsteuerergebnis erhöhte sich um 15,5 Prozent auf 26,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. „Bechtle hat im zweiten Quartal deutlich Fahrt aufgenommen“, erklärte Vorstandschef Thomas Olemotz. „Vor allem im Inland sind wir sehr gut unterwegs.“

So hatte das IT-Haus im Mai mit einem Servicevertrag für 100.000 Computer-Arbeitsplätze im Volkswagen-Konzern den größten Auftrag seiner Geschichte gewonnen. Die Anlaufphase dämpfte wegen der damit verbundenen Kosten die Rendite (Ebit) der Systemhaus-Sparte auf 3,1 Prozent. „Diese Entwicklung wird im Lauf des Jahres nicht anhalten, wir bleiben auf Zielniveau“, sagte Olemotz.

Der IT-Anbieter aus Neckarsulm hat sich vorgenommen, die Marge im Konzern von 4,2 Prozent im vergangenen Jahr leicht – also um bis zu fünf Prozent – zu steigern. Umsatz und Ergebnis sollen deutlich zunehmen, was Olemotz zufolge ein Plus von fünf bis zehn Prozent bedeutet. Im ersten Halbjahr lagen diese Zuwachsraten schon mit rund zehn Prozent am oberen Ende der Spanne.

Doch Olemotz bleibt vorsichtig mit seiner Prognose, denn das zweite Halbjahr werde wegen des starken Zuwachses im Vergleichszeitraum 2014 nicht mehr so dynamisch verlaufen. „Das zu toppen wird eine große Herausforderung“, ergänzte er. Im vergangenen Jahr hatte das Ende des Windows-Betriebssytems XP von Microsoft den PC-Handel angekurbelt.

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Die Schwaben bringen demnächst die IT-Infrastruktur von Aldi Nord zusammen mit IBM und dem Backup-Spezialisten SEP auf Vordermann bringen. Das Auftragsvolumen sei sehr beeindruckend, sagte Olemotz. Doch habe Aldi nicht zugestimmt, die Summe öffentlich zu beziffern. Wegen der guten Auftragslage fuhr Bechtle die Beschäftigung weiter hoch: In diesem Jahr kamen rund 360 neue Mitarbeiter hinzu. Der Online-Händler und Systemanbieter aus Neckarsulm beschäftigt knapp 7000 Frauen und Männer

  • rtr
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