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Filiale von T-Mobile US

Die Telekom-Tochter ist laut dem aktuellen Quartalsbericht kräftig gewachsen.

(Foto: AP)

Quartalszahlen der Telekom-Tochter T-Mobile US wächst vor geplanter Sprint-Übernahme

Kurz nach Bekanntgabe der geplanten Mega-Fusion legt die US-Tochter der Deutschen Telekom ihre Quartalszahlen vor – und übertrifft die Erwartungen der Analysten.
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Bellevue, BangaloreDas rasante Wachstum der Telekom-Tochter T-Mobile US hat zu Jahresbeginn angehalten. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um fast neun Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar (8,8 Mrd Euro). Der Gewinn ging allerdings um 3,9 Prozent auf 671 Millionen Dollar zurück. Das teilte das Unternehmen, das in einer Mega-Fusion den Rivalen Sprint schlucken will, am Dienstag mit. Im nachbörslichen Handel stiegen die T-Mobile-US-Aktien um zwei Prozent.

Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um elf Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, was die Aktie nachbörslich steigen ließ.

Der drittgrößte US-Mobilfunker gewann nach Abzug von Kündigungen 617.000 neue Telefon-Vertragskunden unter eigener Marke hinzu.

„Telekom-Aktionäre können sich auf Milliardeneinsparungen freuen“

Erst am Sonntag hatte die US-Tochter der Bonner Telekom angekündigt, in einem Milliarden-Deal die Nummer vier im US-Markt, Sprint, übernehmen zu wollen. Gemeinsam hätten die Unternehmen nach eigenen Angaben rund 127 Millionen Kunden, damit würde den US-Platzhirschen AT&T und Verizon ein großer Konkurrent erwachsen.

Unklar ist aber, ob die Kartellbehörden der Fusion, die 2014 schon einmal an wettbewerbsrechtlichen Bedenken scheiterte, diesmal genehmigen. Neben dem US-Justizministerium müssen die Rundfunk-Regulierungsbehörde FCC, die Bundesstaaten, Sicherheitsbehörden und nicht zuletzt das Weiße Haus zustimmen.

Die Telekom hat in den USA in den vergangenen Jahren den Ausbau des Glasfasernetzes hin zu Mobilfunktürmen vorangetrieben. Mit Sprint gewinnt der Konzern nun einen Anbieter wichtiger Funkfrequenzen hinzu, die T-Mobile US bislang noch nicht besaß.

Doch mit Sprint holt sich der Bonner Konzern auch Baustellen ins Haus. Der amerikanische Konzern ist stark verschuldet. Die bisherige Mutter Softbank ist damit gescheitert, das Unternehmen mit hohen Investitionen wieder auf Kurs zu bringen.

Zudem kostet das Projekt zunächst viel Geld. Die Telekom rechnet mit 15 Milliarden Dollar (rund 12,3 Mrd Euro) Kosten für den Zusammenschluss. Nach Abzug der Aufwendungen sollen die Kosten um jährlich sechs und insgesamt um mehr als 43 Milliarden Dollar sinken. Die Synergien sollen nach Ablauf von drei Jahren nach Wirksamwerden des Zusammenschlusses erstmals die Integrationskosten überschreiten.

Die Telekom behält im neuen Unternehmen T-Mobile US die Kontrolle. Die Bonner halten zwar nur 42 Prozent am fusionierten Konzern, Softbank kommt auf 27. Jedoch übertragen die Japaner ihren Stimmrechtsanteil komplett an die Telekom, so dass diese mit 69 Prozent der Stimmrechte weiter das Sagen hat. Die Geschäfte wird der bisherige Chef von T-Mobile US, John Legere, fortführen. Konzernchef Tim Höttges leitet den Verwaltungsrat, in dem die Telekom die Mehrheit stellt.

Mit dem angepeilten Zusammenschluss endet ein Machtpoker: Bereits 2014 wollten die Unternehmen fusionieren, damals scheiterte das Vorhaben an kartellrechtlichen Bedenken. Im vergangenen Jahr dann fieberte die Börse erneut lange auf die große Hochzeit hin, letztlich konnte man sich aber nicht auf Preis und Besitzverhältnisse einigen.

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  • rtr
  • dpa
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