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Quartalszahlen Firmen-Netzwerke füllen Schatulle von Cisco

Der weltgrößte Hersteller von Netzwerk-Technik hat gut lachen: Geräte für den Datenverkehr verkaufen sich bestens und steigern Ciscos Umsatz und Gewinn. Doch zur Erfolgsgeschichte gehört auch ein Sparprogramm.
Update: 10.05.2012 - 00:43 Uhr Kommentieren
Der Firmensitz von Cisco in San Jose, Kalifornien. Quelle: Reuters

Der Firmensitz von Cisco in San Jose, Kalifornien.

(Foto: Reuters)

San Jose Die Nachfrage nach der Netzwerk-Technik des weltgrößten Herstellers Cisco bleibt stark. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende April) stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar (8,9 Mrd Euro). Der Gewinn legte dank eingedämmter Kosten sogar um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 2,2 Milliarden Dollar zu.

Das solide Geschäft sei Cisco gelungen, obwohl sich die Kunden mit der Anschaffung neuer IT allgemein eher zurückhielten, erklärte Konzernchef John Chambers am Mittwoch. „Wir spielen unsere Konkurrenten weiterhin an die Wand.“ Aktionäre reagierten dennoch enttäuscht: Nachbörslich sank der Kurs um 8,4 Prozent.

Cisco stellt vor allem Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Die Technik der Kalifornier steckt in den meisten Firmen-Netzwerken und sorgt auch dafür, dass das weltumspannende Internet läuft.

Cisco hatte noch im vergangenen Jahr unter einem schwächelnden Geschäft gelitten. Chambers legte daraufhin ein Sparprogramm auf und trennte sich von Tausenden Mitarbeitern.

Das Produkt-Portfolio wurde radikal verschlankt. Unter anderem verabschiedete sich der Konzern vom Geschäft mit seinen Flip-Videokameras. Mit aggressiveren Preisen versucht das Unternehmen zudem, seinen Konkurrenten wie Juniper oder Huawei die Kunden abzuwerben.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika kletterten die Umsätze lediglich um 4,6 Prozent, in den USA sogar nur um 3,2 Prozent. Analysten warnten, die Technologie-Ausgaben von Unternehmen und Regierungen blieben schwach. Zudem sei die Konjunkturentwicklung in Europa und den USA weiter unsicher.

  • dpa
  • rtr
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