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Quartalszahlen Microsoft rauscht erstmals in die Verlustzone

Der Software-Konzern Microsoft hat zum Quartalsende gute und schlechte Nachrichten verkündet: Der Umsatz legte ordentlich zu - aber statt Gewinnen verzeichnet Microsoft einen Millionenverlust.
19.07.2012 Update: 20.07.2012 - 01:55 Uhr 6 Kommentare

Microsoft verzeichnet erstmals Verlust

Redmond/New York Der Software-Riese Microsoft hat im vergangenen Quartal einen Verlust von 492 Millionen Dollar eingefahren. Auslöser war eine bereits vor einigen Wochen angekündigte Wertberichtigung.

Damit hat Microsoft erstmals seit seinem Börsengang im Jahr 1986 einen Quartalsverlust verbucht. Das Minus für das abgelaufene Vierteljahr beläuft sicht auf sechs Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 5,87 Milliarden Dollar oder 69 Cent je Anteilsschein gestanden.

Microsoft bekommt damit die Quittung für den einst vielversprechenden Kauf des Online-Werbespezialisten aQuantive, der sich als unternehmerisches Fiasko entpuppt hat. Microsoft hatte Anfang Juni erklärt, aQuantive abzuschreiben. Die Firma war 2007 für 6,3 Milliarden Dollar gekauft worden. Microsoft wollte damit seine Online-Werbeerlöse ankurbeln und den Rivalen Google und Yahoo besser die Stirn bieten. Der Zukauf hatte die Erwartungen aber nicht erfüllt.

Die Fakten zum Microsoft-Tablet
New Surface tablet computers with keyboards are displayed at its unveiling by Microsoft in Los Angeles
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Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick.

(Foto: Reuters)
Microsoft
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Grundsätzlich kommt das 10,6 Zoll große "Surface" in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Eine für Heimanwender mit ARM Prozessor und in der reinen Tablet-Version des neuen Betriebssystems Windows 8 - RT genannt. Das Modell für professionelle Nutzer ist mit 13,5 Millimeter etwas dicker (einfache Variante: 9,3 Millimeter), hat aber auch einen deutlich leistungsfähigeren i5-Prozessor von Intel und die Pro-Variante von Windows 8. Größtes Plus der Variante mit i5-Prozessor: Auch normale Windows-Software läuft auf dem Gerät.

(Foto: dapd)
Microsoft Announces Surface Tablet In Los Angeles
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Ein weiterer Hardware-Unterschied zwischen der RT genannten Einsteiger-Version und dem Pro-Modell sind die Anschlüsse. Das Surface RT muss mit einem USB 2.0-Anschluss und einem MicroSD-Slot auskommen, während das Surface Pro einen Anschluss mit USB 3 und einen microSDXC-Karten-Slot bietet. Einen Mini-Display-Port hat ebenfalls nur das Pro-Modell. Beide Varianten werden mit 32 oder 64 Gigabyte internem Flash-Speicher angeboten.

(Foto: AFP)
huGO-BildID: 26837031 Journalists preview Microsoft's new tablet SURFACE during the press conference in Milky Studios on June 18, 2012 in Holl
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Eine Besonderheit gegenüber anderen Tablets, die beide Versionen des Surface haben: Der ausklappbare Ständer. Die 0,7 Millimeter dicke Metallklappe ist mit drei Scharnieren am Body befestigt und soll so laut Microsoft auch auf längere Zeit ausreichend Stabilität bieten.

(Foto: AFP)
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Neben zwei Leistungs-Versionen gibt es auch zwei Varianten des Covers. Diese werden ähnlich wie das SmartCover bei Apples iPad magnetisch an dem Tablet befestigt. Doch die Microsoft-Cover sollen nicht nur das Display schützen, sie haben auch beide eine Tastatur integriert. Hier kommt auch der Unterschied: Das drei Millimeter dicke TouchCover (auf dem Bild in pink) hat keine fühlbaren Tasten, sondern reagiert nur auf Druck. Das TypePad (im Bild schwarz) ist mit fünf Millimetern zwar etwas dicker, hat aber im Gegensatz zum TouchCover richtige Tasten, die bis zu 1,5 Millimeter nachgeben.

(Foto: dapd)
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Das Gehäuse beider Modelle ist aus einer Magnesium-Legierung, die Microsoft "VaporMg" nennt. Mit einem Gewicht von 676 Gramm liegt die RT-Version auf dem Niveau des iPad 3, das Pro-Modell wiegt mit 903 Gramm deutlich mehr. Allerdings soll sich das Surface Pro auch von seinen Leistungsdaten her gegen die Ultrabooks als gegen das iPad positionieren.

(Foto: dapd)
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Zudem lässt sich das Surface Pro auch mit einem Stift bedienen.

(Foto: dapd)

Ohne den Posten und unter Einbeziehung zurückgestellter Windows-Umsätze übertraf Microsoft die Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 18 Milliarden Dollar.

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    Analysten hatten zwar etwas mehr erwartet. Allerdings stellte Microsoft 540 Millionen Dollar Umsatz im Zusammenhang mit der geplanten Einführung von Windows 8 zurück. Ohne die Abschreibung, aber unter Einrechnung der Auswirkungen durch die Zurückstellung, verdiente der Konzern mit 67 Cent je Aktie fünf Cent mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.

    "Die Zahlen sind gut", sagte Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research. Er verwies zudem auf Microsoft-Produkte, die erst noch auf den Markt kommen. Hier gebe es hohe Erwartungen.

    Im Mittelpunkt steht dabei ein Tablet-Computer und die neue Windows-Version 8, die ab 26. Oktober erhältlich sein soll. Windows 8 ist auch auf berührungsempfindliche Bildschirme und damit auf den Tablet-Markt zugeschnitten.

    Die Bürosoftware-Sparte Office legte kräftig zu und das Flaggschiff Windows gab inmitten weltweit stagnierender PC-Absätze entgegen den Erwartungen mancher Experten nur leicht nach.

    Zudem halten es immer mehr Experten für möglich, dass sich der weltgrößte Softwarekonzern nach Jahren im Schatten von Apple und Google mit seiner angekündigten neuen Windows-Version wieder als Technologieführer etablieren kann. Microsoft-Aktien zogen nachbörslich 2,5 Prozent an.

    Der Umsatz legte in dem Ende Juni beendeten vierten Geschäftsquartal um 3,9 Prozent auf 18,06 Milliarden Dollar (14,7 Mrd Euro) zu. Es war ein Rekordwert, wie Konzernchef Steve Ballmer nach US-Börsenschluss am Donnerstag betonte.

    Im gesamten Jahr stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf den Bestwert von 73,7 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn fiel um gut ein Viertel auf 16,98 Milliarden Dollar.

    • dpa
    • rtr
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    6 Kommentare zu "Quartalszahlen: Microsoft rauscht erstmals in die Verlustzone"

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    • Die Hintergrundtechnik von Android oder IOS macht nichts Anderes als Windows. Die unterschiedliche Oberflächengimmiks und die Appstores machen nur den Unterschied. Wer daraus als Sieger hervorgeht wird die Zukunft zeigen.

      Eine Frage: Interessiert sie die Hinergrundtechnik des Betriebssystems ihres Fernseher?

    • Der nächste Flops werden zumindest in der Industrie Windowws 8 und Office 2013 sein. Wie kann man nur diese Oberfläche für kommerzielle Anwendungen vorschreiben, nur um Smartphones und TabletPcs einzubinden.

    • Womit wollen die auch verdienen? Mit ihrem neu aufgesetzten Windows mit den bunten Kästchen was im Hintergrund noch immer die alte Technik von vor x Jahren hat? Na viel Spass.

    • Kaufe nur ein Unternehmen, dass auch ein Idiot führen kann. Irgendwann wird es ein Idiot führen.

    • Jetzt wird Gates nachschütten, aus seiner Stiftung. Oder er wird die hawaiianische Insel wieder verkaufen. Da ist noch lange nicht neckermann´scher alleabendtachalleabend.

    • 17 Mrd Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 73Mrd. Dollar!!! Das sind gut 25% Gewinn vom UMSATZ!!

      Na zu billig sind die Produkte von MS sicher nicht.

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