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14 Prozent mehr Gewinn

Der Softwarekonzern aus Walldorf hat ein gutes erstes Quartal vorgelegt.

(Foto: dpa)

Quartalszahlen SAP knackt mit Cloud-Geschäft die Milliardenmarke – die Blitzanalyse

Das Zukunftsgeschäft mit dem Cloud Computing brummt weiter – und endlich steigt auch wieder die Marge. Die wichtigsten Zahlen und Fakten.
Update: 24.04.2018 - 10:40 Uhr Kommentieren

BerlinDer Softwarekonzern SAP hat das Ergebnis fürs erste Quartal 2018 veröffentlicht und seine Prognose angehoben.

  • Der Umsatz stagnierte bei 5,26 Milliarden Euro, währungsbereinigt stieg er um neun Prozent – der starke Euro macht sich bemerkbar.
  • Das Betriebsergebnis von Europas wertvollstem Technologieunternehmen stieg um 52 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro, währungsbereinigt um 14 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung ist vor allem auf Sondereffekte zurückzuführen.
  • Der Gewinn nach Steuern legte um 33 Prozent auf 708 Millionen Euro zu.
  • Nach dem Abschluss der Übernahme von Callidus Cloud vor einigen Wochen hat SAP die Prognose fürs laufende Jahr angehoben. So soll der Umsatz im gesamten Geschäftsjahr in einer Spanne von 24,8 und 25,3 Milliarden Euro liegen, ein Plus von 200 Millionen Euro. Der zugekaufte Spezialist für Kundenmanagement (CRM) erwirtschaftete 2017 rund 253 Millionen Dollar, umgerechnet 207 Millionen Euro.

Das fällt positiv auf:

Das Cloud Computing erreicht einen Rekordwert. Von Januar bis März legte das Geschäft mit Diensten aus dem Netz um 18 Prozent zu, währungsbereinigt um 31 Prozent. Mit 1,07 Milliarden Euro knackte erstmals die Milliardenmarke. SAP hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau investiert – zuletzt mit der Übernahme des US-Unternehmens Callidus Cloud. Das zahlt sich nun aus. „SAP wächst in der Cloud schneller als jede andere Firma“, sagte Vorstandssprecher Bill McDermott.

Das gelte für verschiedene Kategorien – ob Datenbanken, Software oder die SAP-Geschäftsnetzwerke mit Concur, Ariba und Fieldglass. Beim Cloud Computing nutzen Kunden Software und Dienstleistungen übers Netz. Das klassische Lizenzgeschäft samt Software-Support schrumpfte um vier Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. Das liegt im Rahmen der Erwartungen.

Die Überraschung: SAP hat bereits im ersten Quartal die Profitabilität verbessert, die Bruttomarge lag bei 70,2 Prozent und damit um 1,1 Prozentpunkte höher als Anfang 2017. Damit sei zum Auftakt des Geschäftsjahres noch nicht zu rechnen gewesen, sagte Finanzchef Luka Mucic. Das Management hat versprochen, nach den hohen Investitionen ins Cloud-Geschäft wieder mehr an der Profitabilität zu arbeiten – ein Punkt, auf den Analysten und Aktionäre genau achten. Mit weiteren Verbesserungen ist in den nächsten Monaten zu rechnen.

Das fällt negativ auf:

Der starke Euro belastet das Geschäft. Derzeit ist er auf einem Niveau von 1,22 Dollar, zwischenzeitlich lag er noch höher. Dadurch sind die Produkte, die SAP in Europa entwickelt, in den USA teurer, was Wettbewerbsnachteile mit sich bringt. Zudem rechnet der Konzern die Erträge aus dem wichtigen US-Geschäft in Euro um, was in der Bilanz schlecht aussieht.

Alle Kennzahlen liegen währungsbereinigt deutlich höher. Der Konzern erwartet, dass sich dieser Effekt im zweiten Quartal noch verstärkt, der Cloud-Umsatz wird der Prognose zufolge beispielsweise um zehn bis zwölf Prozent beeinträchtigt.

Was sonst noch wichtig ist:

Das Betriebsergebnis stieg um 52 Prozent, währungsbereinigt immerhin um 14 Prozent. Der Anstieg resultiert zum einen aus einem buchhalterischen Effekt: SAP hat am Jahresanfang den Bilanzierungsstandard IFRS15 eingeführt, der sich derzeit positiv auswirkt.

Zum anderen fällt die anteilsbasierte Vergütung für die Mitarbeiter deutlich niedriger aus als im Vorjahr, weil der Aktienkurs auf einem niedrigeren Niveau steht – die Boni fallen also geringer aus und kosten somit auch weniger.

Was jetzt passiert:

Die Zahlen sind etwas schlechter als von den meisten Analysten erwartet. Das dürfte sich aber nicht signifikant auf das gesamte Geschäftsjahr auswirken: Das erste Quartal ist für SAP traditionell nicht so wichtig – nach wie vor schließen viele Kunden ihre Geschäfte mit dem Softwarekonzern eher zum Jahresende ab.

Die Aktionäre schauen offenbar ohnehin auf eine andere Kennzahl: Die Profitabilität hat sich überraschend verbessert. Das dürfte der Grund sein, warum die SAP-Aktie am Vormittag mehr als drei Prozent im Plus liegt.

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