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Radikaler Umbau Obermann bringt drei Frauen in den Vorstand

Das hat es bei einem Dax-Konzern bisher noch nicht gegeben: Mit einem Schlag sollen bei der Telekom drei Frauen in den Vorstand aufrücken. Die Personalrochade verläuft allerdings alles andere als reibungslos.
Update: 04.07.2011 - 07:12 Uhr 6 Kommentare
Rene Obermann, Chef der Deutschen Telekom baut seinen Vorstand um. Das Führungsteam wird weiblicher. Quelle: dpa

Rene Obermann, Chef der Deutschen Telekom baut seinen Vorstand um. Das Führungsteam wird weiblicher.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Telekom-Chef René Obermann will den Vorstand radikal umbauen: Drei der sieben bislang männlichen Vorstandsmitglieder sollen durch Frauen ersetzt werden, erfuhr das Handelsblatt aus Aufsichtsratskreisen. Die Mitglieder des Kontrollgremiums treffen sich heute Nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung, um über die drei Kandidatinnen zu beraten.

Es geht um die zentralen Vorstandsbereiche Europa, Datenschutz, Recht und Compliance sowie das Personalressort. Mit einem Schlag könnte die Frauenquote der Telekom im Vorstand so auf mehr als 40 Prozent steigen.

Als sicher gilt die Zustimmung des Kontrollgremiums für Claudia Nemat als Europachefin. Die 42-Jährige ist bisher Partnerin bei der Unternehmensberatung McKinsey. Sie übernimmt den Telekom-Posten Anfang Oktober. Die Stelle ist vakant, weil der bisherige Europachef Guido Kerkhoff im April als Finanzvorstand zu Thyssen-Krupp wechselte.

Claudia Nemat verantwortet künftig bei der Telekom das Europa-Geschäft Quelle: Pressebild

Claudia Nemat verantwortet künftig bei der Telekom das Europa-Geschäft

(Foto: Pressebild)

Kenner trauen Nemat den schwierigen Job zu. Sie sei intelligent und durchsetzungsfähig, aber trotzdem charmant und besitze Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen. "Sie ist außen sanft und verbindlich, aber in der Sache kompromisslos", sagt einer, der sie schon lange kennt. "Nemat ist die unproblematischste der drei Personalien", heißt es in Telekom-Kreisen.

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6 Kommentare zu "Radikaler Umbau: Obermann bringt drei Frauen in den Vorstand "

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  • Der öffentliche Dienst - und zu diesem zählt auch die Telekom als Unternehmen mit Staatsbeteiligung - muss halt Zeichen setzen. In der staatlichen Verwaltung kann der Staat ja seine Frauenquote ausleben. Wenn bspw. Finanzämter mit einer Frau als Vorsteherin ineffizient arbeiten, soll mir das nur Recht sein.
    Bei der Telekom ist jedoch auch das Geld privater Geldgeber betroffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau - von Ausnahmen abgesehen - Vorstandsqualifikationen mitbringt. Die Grundlage für eine Vorstandsqualifikation wird idR. zwischen dem 25 und 35 Lebensjahr gelegt, wo man fast rund um die Uhr arbeitet und lernt - auf höchstem Niveau. Solche 80-Stunden-Jobs in den besten Lebensjahren, das kann man einer Frau einfach nicht zumuten. Wer Vorstand werden will, muss durch diese "Schule" jedoch durch, beweisen dass er unter extremsten Bedingungen arbeiten und Wissen wie ein Schwamm aufsaugen kann. Sorry, aber Frauen in Vorstandspositionen bringen in 90% aller Fälle nicht das (praxisrelevante) Fachwissen und die Lebenserfahrung mit, die man als Vorstand benötigt.

  • Frauen im Vorstand ist wie Frauenfußball.

  • Ev. kommt die Aktie ja jetzt wieder hoch? Die Kerle im Vorstand haben es in den letzten Jahren diesbezüglich ja definitiv nicht gebracht!

  • Kein Wunder, daß die Aktie nicht hoch kommt. Durch und durch staatlich und politisch korrekt. T-Aktie? - Nein Danke!

  • Sind das jetzt nun Quotenfrauen oder wirklich gute Führungspersönlichkeiten?

    Aber da die meisten Unternehmen heutzutage sowieso Schiffe ohne Kapitän sind, dürfte die Besetzung der Brücke egal sein.

  • Schande! Ein Mann, der Männer diskriminiert, um bei Frauen einen Eindruck zu machen!

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