Rapidshare Datenplattform Rapidshare macht dicht

Der Filehoster Rapidshare stellt sein Geschäft ein. Nach einer Umstellung des Geschäftsmodells um der möglichen Schließung durch Behörden zu entgehen, reichten die Einnahmen nicht mehr aus.
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Der Filehoster Rapidshare stellt zum 31. März seinen Dienst ein. Das Portal war ein Pionier der Datenspeicherung im Internet gewesen. Quelle: dpa
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Der Filehoster Rapidshare stellt zum 31. März seinen Dienst ein. Das Portal war ein Pionier der Datenspeicherung im Internet gewesen.

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BerlinDie Datenplattform Rapidshare, ein Pionier unter den Anbietern von Speicherplatz im Internet, macht dicht. Zum 31. März werde der „aktive Dienst“ eingestellt, alle Konten würden automatisch gelöscht, hieß es am Dienstag auf der Website der in der Schweiz ansässigen Firma.

Rapidshare ist ein sogenannter Filehoster – dort können Dateien im Netz gespeichert und über einen Link zum Download wieder abgerufen werden. Die Unterhaltungs-Industrie warf Rapidshare über Jahre vor, Urheberrechts-Verstöße bei Filmen und Musik zu ermöglichen. Die Betreiber wehrten sich dagegen und verweisen darauf, dass die Verantwortung für die hochgeladenen Inhalte bei den Nutzern liege.

So können Sie Ihre Daten online abspeichern
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Dropbox

Die Online-Festplatte Dropbox bietet gratis zwei Gigabyte Speicherplatz an. Wer mehr Platz braucht, kann für monatlich 9,99 bis 41,60 US-Dollar zwischen 100 und 500 Gigabyte hinzubuchen. Außerdem können sich Nutzer noch kostenlos ein paar Megabyte dazu verdienen – etwa für eine Empfehlung an Freunden. Für eine positive Twitter-Nachricht gibt es etwa einen Bonus von 125 Megabyte.
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Google Drive

Bis zu 15 Gigabyte kostenlos lassen sich auf „Google Drive“ ablegen. Zusätzlicher Platz kostet monatlich zwischen 4,99 und 799,99 US-Dollar. Dafür gibt es dann auch bis zu 16 Gigabyte Speicher.

Es bringt allerlei Bequemlichkeiten mit sich, dass die Online-Festplatte zum Google-Netzwerk gehört. Sie ist mit Angeboten, wie Google Docs, Google Mail und Google Plus verknüpft. Dies sorgt dafür, dass verschiedene Menschen an verschiedenen Rechnern gleichzeitig an einem Dokument arbeiten können.
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Telekom Mediencenter

25 Gratis-Gigabyte erhalten Nutzer im Mediencenter der Deutschen Telekom. Dort abgespeicherte Bilder lassen sich bearbeiten und als Abzüge bestellen. Im Telekom Musik Shop gekaufte MP3-Dateien landen direkt auf der Online-Festplatte.
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Microsoft Sky Drive

Sieben Gigabyte Gratis-Speicher bietet Microsofts Cloud-Dienst Sky Drive. Für jährlich acht Euro gibt es nochmals 20 Gigabyte drauf. Ähnlich, wie sich bei Google Drive Vorteile durch die Verzahnung mit dem Google-Netzwerk ergeben, genießen auch Windows-Nutzer Vorteile. Die Daten werden automatisch abgeglichen – wer ein Gerät mit Windows 8 oder Windows RT kauft, muss ich nur einmal anmelden und alle Daten sind schon da. Mit Microsoft Office lassen sich Dateien von überall aus bearbeiten.
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Amazon Cloud Drive

Das Online-Kaufhaus Amazon bietet mit seinem Dienst „Cloud Drive“ fünf Gigabyte freien Speicherplatz. Bei Amazon erworbene MP3-Dateien werden direkt auf der Online-Festplatte abgelegt.
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HiDrive

Der Cloud-Dienst HiDrive wird vom Berliner Unternehmen Strato Angeboten. Mit Rechenzentren in Berlin (Foto) und Karlsruhe sind die Daten unter deutscher Rechtslage verstaut. Das ist wichtig für Nutzer, die befürchten, dass ihre Daten von amerikanischen Geheimdiensten, wie der NSA, ausspioniert werden könnten.

Strato bietet fünf Gigabyte gratis, 100 Gigagbyte für monatlich 6,90 Euro und 500 Ggigabyte für monatlich 14,90 Euro. Bei den Bezahldienste gibt es etwa einen E-Mail-Upload. In der teuersten Kategorie lassen sich fünf verschieden Benutzerkonten anlegen.
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Apple iCloud

Apple-Nutzer profitieren vom Dienst iCloud, der die Daten auf allen Apple-Geräten – von Mac über iPhone bis iPad – synchronisiert. Sie bringt außerdem ganz nützliche Funktionen mit, die nichts mit Datenverwaltung zu tun haben: Geht ein iPhone verloren, lässt es sich per iCloud wiederfinden. Mit dem sogenannten „Schlüsselbund“ lassen sich die zahlreichen Kennwörter eines Nutzers auf verschiedenen Internetseiten verwalten. Ein Kennwort-Generator hilft dabei, neue knifflige Kennwörter zu erstellen, die der Apple-Webbrowser Safari bei der jeweiligen Anmeldung automatisch ausfüllt.

Fünf Gigabyte gibt es gratis. Diese lassen sich auf bis zu 55 Gigabyte für 80 Euro jährlich aufstocken.
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Nachdem Anfang 2013 die ähnlich funktionierende Plattform Mega des umstrittenen Internet-Unternehmers Kim Dotcom von den US-Behörden geschlossen wurde, änderte Rapidshare das Geschäftsmodell. Downloads von Filmen wurden mit Einschränkungen für den Datenverkehr unattraktiv gemacht. Stattdessen versuchte sich Rapidshare als Speicherdienst in Konkurrenz zu Anbietern wie etwa Dropbox. Die Einnahmen reichten jedoch nicht aus, um das Geschäft fortzuführen.

  • dpa
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