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Reklamefeldzug im Visier ZDF-Fernsehrat beschäftigt sich mit Fall Kerner

Der mehrwöchige Werbeauftritt des ZDF-Moderators Johannes B. Kerner für den Börsengang der Billig-Fluglinie Air Berlin wird offenbar Folgen haben. Schon auf seiner nächsten Sitzung Ende Juni wird sich der ZDF-Fernsehrat damit auseinander setzen.

DÜSSELDORF. Dies werde „wahrscheinlich“ ein Thema, bestätigte gestern ein ZDF-Sprecher.

Bereits vor dem Treffen der Fernseh-Kontrolleure erwägt der öffentlich-rechtliche Sender strengere Auflagen bei den Nebentätigkeiten für Moderatoren und Journalisten. „Es wird darüber nachgedacht, wie man die Verträge mit freien Mitarbeiter wie Kerner verbessern kann“, sagte ein Sprecher in Mainz. Aus rechtlicher Sicht war der Reklamefeldzug Kerner für den nun verschobenen Börsengang von Air Berlin offenbar in Ordnung. Kerner ist nach ZDF-Informationen seiner Anzeigepflicht nachgekommen. Doch die umstrittene Prominenten-Werbung für den Kauf von Aktien wird auch von der Führungsriege um Intendant Markus Schächter als problematisch empfunden.

„Der Fernsehrat wird fordern, dass die Verträge mit freien Mitarbeiter besser kontrolliert werden müssen“, sagte ein Insider. Ruprecht Polenz, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates, war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der frühere CDU-Generalsekretär gilt aber als ein Anhänger einer zurückhaltenden Strategie in Sachen Reklame.

Für ZDF-Moderator Kerner ist das Thema unterdessen erledigt. Die Werbeaktion für Air Berlin sei wie geplant beendet worden. „Es gibt keine Spots und keine Prints mehr. Die Plakate laufen aus“, sagte das ZDF-Aushängeschild laut „Bild“.

Der Börsengang von Air Berlin ist mittlerweile auf den 11. Mai verschoben worden. Aktionärsschützer haben die Verschiebung positiv bewertet. Reinhild Keitel von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, die geringe Nachfrage spreche dafür, dass sich „die Anleger auch nicht von prominenten Namen zu jeder Investition verleiten lassen“.

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