Rocket-Internet-Tochter Helpling feuert 70 Mitarbeiter

Die Putzkraft-Vermittlung Helpling hat ein Fünftel seiner Belegschaft entlassen. Das Portal aus dem Internet-Imperium Rocket Internet hatte bislang etwa 360 Mitarbeiter. Damit scheint die Wachstumsphase vorerst vorbei.
Derzeit prüft das Unternehmen Engagements in mehreren Ländern – wenig versprechende Märkte sollen nicht mehr bedient werden. Quelle: dpa
Putzhilfe-Vermittler Helpling

Derzeit prüft das Unternehmen Engagements in mehreren Ländern – wenig versprechende Märkte sollen nicht mehr bedient werden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfHelpling-Gründer Benedikt Franke hat bestätigt, dass 20 Prozent der Mitarbeiter entlassen worden sind. „Das war natürlich eine menschlich schwierige und unangenehme Entscheidung, man hat ja schließlich 18 Monate eng zusammengearbeitet“, sagte er dem Handelsblatt. Außerdem ziehe sich das Unternehmen aus vier Ländern wieder zurück, nämlich aus Brasilien, Kanada, Schweden und Spanien.

Das Unternehmen sei in einer Phase angekommen, in dem es überprüfen musste, wie es in den einzelnen Märkten läuft. „Wir fokussieren uns jetzt auf die Märkte mit dem größten Potenzial“, erklärt Franke. Der Kernmarkt Deutschland laufe hervorragend, die Marke sei inzwischen sehr bekannt. Bei Google werde inzwischen mehr nach Helpling gesucht als nach dem Stichwort „Reinigungskraft“. Gut liefen die Geschäfte für das Portal aber auch in Holland, Frankreich, Italien und Großbritannien.

Bisher hatte es für das Putzportal immer nur eine Durchsage gegeben: Wachstum um jeden Preis. Nach einer zweiten Finanzierungsrunde, bei der Helpling 43 Millionen Euro eingesammelt hatte, hatte das Unternehmen Anfang Juli dieses Jahres den Kauf des britischen Portals Hassle.com bekanntgegeben. Das Portal ist in Großbritannien Marktführer und in Frankreich und Irland aktiv. Dieser Zukauf entwickle sich positiv, erklärt der 32-jährige Helpling-Gründer. „Es war der richtige Schritt, wir sind damit absolut im Reinen.“ Über die heute bekannt gegebenen Entlassungen hinaus plane sein Unternehmen auch keine weiteren Maßnahmen, beteuert Franke.

Die wertvollsten Start-ups der Welt
Platz 10: Dropbox
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Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

Platz 9: Pinterest
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Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

Platz 8: SpaceX
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Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

Platz 7: Didi Kuaidi
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Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

Platz 6: Flipkart
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Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

Platz 5: Snapchat
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Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

Platz 4: Palantir
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Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

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