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Rückschlag für T-Mobile Sprint verhandelt mit Charter und Comcast

Schwerer Rückschlag für die US-Tochter der Deutschen Telekom: Medienberichten zufolge hat Sprint Exklusivverhandlungen mit zwei Kabelanbietern gestartet. Die Fusionsgespräche mit T-Mobile US liegen auf Eis.
27.06.2017 - 04:51 Uhr Kommentieren
US-Mobilfunkanbieter ist in zweimonatige Exklusivverhandlungen mit den Kabelanbietern Charter und Comcast eingetreten. Quelle: Reuters
Sprint-Laden in New York

US-Mobilfunkanbieter ist in zweimonatige Exklusivverhandlungen mit den Kabelanbietern Charter und Comcast eingetreten.

(Foto: Reuters)

San Francisco Es ist ein schwerer Rückschlag für T-Mobile US. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ (WSJ) ist der US-Mobilfunkanbieter Sprint in zweimonatige Exklusivverhandlungen mit den Kabelanbietern Charter und Comcast eingetreten. Während der Gespräche, so die Quellen des WSJ, werden Fusionsgespräche mit der amerikanischen Telekom-Tochter auf Eis liegen.

Nach Informationen des Handelsblatts hat die Deutsche Telekom Pläne für eine Fusion ihrer US-Tochter mit Sprint erarbeitet. Dabei will der Bonner Konzern die Kontrolle über die zusammengelegten Unternehmen erhalten. Das ist jetzt erst einmal vom Tisch.

Laut WSJ geht es bei den Gesprächen mit den Kabelanbietern zum einen um ein Szenario, dass Charter und Comcast in den milliardenteuren Ausbau der Netzwerkinfrastruktur von Sprint investieren und im Gegenzug extrem günstige Konditionen zur Vermarktung von Mobilfunkangeboten erhalten. Ein weiteres Szenario sei außerdem ein gemeinschaftlicher Kauf von Anteilen an Sprint durch die beiden Gesellschaften. Sprint hat eine Marktkapitalisierung von rund 32 Milliarden Dollar und weitere 32 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten.

Der von der Telekom geplante Deal ist trotz der Gespräche aber nicht ausgeschlossen. Denn die Pläne von Sprint und den US-Gesellschaften könnten sich ebenso schnell wieder in Luft auflösen, wie sie gekommen sind. Gerüchte um den US-Mobilfunker gibt es seit Jahren und zuhauf.

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    Allerdings: Was eine Fusion von T-Mobile US und Sprint angeht, gibt es regulatorische Bedenken, weil dadurch die Zahl der großen Mobilfunkanbieter in den USA von vier auf drei reduziert würde. Eine Übernahme durch TV-Kabelunternehmen hingegen würde diese Bedenken nicht wecken. Aber in der Konsequenz würde es bedeuten, dass der „Anti-Carrier“ T-Mobile US, wie er sich gerne selbst bezeichnet, als kleinster Anbieter alleine bleiben würde.

    Die Kabelanbieter wiederum sehen sich einer massiven Zahl von Kunden-Kündigungen gegenüber, vor allem die teuren TV-Angebote werden abbestellt, aber auch die Internet-Verträge für Zuhause, denn immer mehr Mobilfunkanbieter schrauben im Kampf um Kunden ihre monatlich freien Datenvolumen immer weiter nach oben. Selbst Discount-Anbieter wie die AT&T-Tochter Cricket bieten heute vier Gigabyte LTE-Datenvolumen im 40-Dollar-Monatstarif an. Im Mai waren es noch zwei Gigabyte.

    Eine Gegenwehr der Kabelfirmen könnte darin bestehen, sehr günstige Mobilfunkverträge im Bündel mit Kabel und TV anzubieten.

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