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SAP-Manager Alex Atzberger

„Wir vermarkten noch nicht alles, was SAP kann“, betont der Chef der CRM-Sparte.

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SAP-Manager Alex Atzberger „Wir vermarkten noch nicht alles, was SAP kann“

Wie kann SAP gegenüber Salesforce aufholen? Der Chef der CRM-Sparte über die ambitionierten Pläne.
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Alex Atzberger hat eine wichtige Aufgabe bei SAP: Er leitet seit Jahresanfang die Sparte fürs Kundenmanagement (CRM). Das Ziel lautet, den Konkurrenten Salesforce einzuholen. Wenn das gelingt, empfiehlt sich der Vertraute von Konzernchef Bill McDermott für höhere Aufgaben. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht er darüber, wie das neue System C/4 Hana dazu beitragen soll.

Herr Atzberger, SAP hat das Programmpaket C/4 Hana angekündigt. Wie soll es sich von Salesforce abheben?
Wir stellen nicht den Verkauf in den Mittelpunkt, sondern den Käufer. Die Kunden sind von Amazon gewöhnt, dass die Lieferungen am nächsten Tag ankommen. Deswegen spielt zum Beispiel für Online-Shops die Auftragsabwicklung eine zentrale Rolle, um mithalten zu können. Wir bieten die Integration von der Bestellung bis zur Auslieferung.

Salesforce-Software lässt sich doch auch an andere Systeme anschließen – künftig etwa mit dem Zukauf Mulesoft.

Es ist ein Unterschied, ob man Systeme anbindet oder ob man sie betreibt. SAP weiß, welche Daten im ERP stecken…

… also im System zur Steuerung von Finanzen, Mitarbeitern und Material.

Genau. Viele unserer Kunden haben Daten über die Auslieferung von Produkten und die Kundenzufriedenheit. Diese können sie mit in einem integrierten Geschäftsprozess auch fürs Kundenmanagement nutzen.

Reicht das? Die Konkurrenz kündigt viele neue Funktionen an.

Wir vermarkten noch gar nicht alles, was die SAP kann. Ich habe seit Jahresanfang alle Entwicklungsteams getroffen – es ist erstaunlich, was alles in Arbeit ist. Wir müssen erstmals diese Produkte an den Markt bringen. Es ist typisch deutsch, dass wir nicht so viel darüber sprechen.

Wie verändert sich der Markt?

Ich sehe drei große Trends. Die Unternehmen organisieren sich um die Kunden herum, sie wollen eine gute „customer experience“ schaffen. Sie bieten immer häufige Services statt Produkte an – Maschinenbauer verkaufen beispielsweise Laufzeiten statt Geräten. Und personalisierte Angebote werden immer wichtiger.

Wie sehen die Ziele für die nächsten Jahre aus?

Wir wollen dem Umsatz mit unserer CRM-Lösung Hybris bis 2020 mehr als verdoppeln. Dann sind wir nah dran am Ziel, Salesforce einzuholen. Wir wollen unsere Kundenbasis verdoppeln, aber auch dafür sorgen, dass Unternehmen mehr SAP-Produkte nutzen.

Sie übernehmen die Firma Core Systems. Planen Sie weitere Zukäufe?

CRM ist der Bereich der IT-Branche, wo es die meisten neuen Unternehmen und Innovationen gibt. Für uns ist wichtig, dass Partner Ergänzungen für SAP-Systeme anbieten. An kleinen Zukäufen sind wir weiter interessiert. Wie bei allen Akquisitionen gilt: Wir kaufen innovative Firmen, die die Strategie nach vorn bringen. Der Umsatz ist nicht so wichtig.
Danke für das Gespräch.

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