SAP-Rivale Oracles Kehrtwende lässt auf sich warten

Nach einer Durststrecke ziehen die Geschäfte beim SAP-Rivalen Oracle langsam wieder an. Den Anlegern geht die Erholung jedoch nicht schnell genug. Sie hatten auf ein besseres Abschneiden gehofft.
Update: 19.03.2014 - 04:28 Uhr Kommentieren
Langsamer Aufschwung: Software-Hersteller Oracle vermeldete für das abgelaufene Quartal ein Plus bei Umsatz und Gewinn, blieb aber hinter den Erwartungen. Quelle: Reuters

Langsamer Aufschwung: Software-Hersteller Oracle vermeldete für das abgelaufene Quartal ein Plus bei Umsatz und Gewinn, blieb aber hinter den Erwartungen.

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San FranciscoDer von der schwachen IT-Nachfrage gebeutelte SAP-Rivale Oracle kann noch immer keine überzeugenden Belege für die angekündigte Trendwende vorweisen. Der Software-Hersteller vermeldete zwar am Dienstag für das abgelaufene Quartal ein Plus bei Umsatz und Gewinn, blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie verlor nachbörslich etwa vier Prozent an Wert.

Da half es auch nichts, dass Finanzchefin Safra Catz für das laufende vierte Geschäftsquartal ein Ergebnis im Rahmen der Markterwartungen ankündigte. Sie rechne mit einem Umsatzanstieg von drei bis sieben Prozent auf bereinigt 11,3 bis 11,7 Milliarden Dollar sowie einem Gewinn je Aktie von 92 bis 99 Cent, sagte Catz in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Diese gingen bislang im Schnitt davon aus, dass die Erlöse bei 11,5 Milliarden Dollar und der Gewinn je Anteilschein bei etwa 96 Cent liegen dürfte.

Vor allem die zukunftsträchtigen Segmente kommen den Anlegern noch nicht schnell genug voran. So legten die Erlöse mit neuer Software und Internet-Abos im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um vier Prozent zu, während Oracle hier selbst ein Wachstum von zwei bis zwölf Prozent angepeilt hatte. Diese Bereiche sind von großer Bedeutung, weil der Verkauf neuer Programme oft mit langfristigen und sehr lukrativen Wartungsverträgen einhergeht.

Branchenexperten zeigten sich deshalb wenig von den Ergebnissen beeindruckt. "Sie haben noch viel Arbeit vor sich, wenn sie dies als Geschäftswende verkaufen wollen", sagte Dan Ives von FBR. "Sie müssen den Investoren mehr bieten."

Insgesamt steigerte Oracle den Umsatz im dritten Quartal um vier Prozent auf 9,31 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte um zwei Prozent auf 2,56 Milliarden Dollar.

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