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Schreibweise soll „schnellstmöglich umgestellt“ werden „Bild“ und „Spiegel“ in alter Rechtschreibung

Die Axel Springer AG und der Spiegel-Verlag kehren in ihren Publikationen zur alten Rechtschreibung zurück. Das kündigten beide Unternehmen am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung an.

HB HAMBURG. Ziel dieser Maßnahme sei die Wiederherstellung einer einheitlichen deutschen Rechtschreibung, kündigten beide Unternehmen am Freitag in Hamburg und Berlin an. Die Reform führe zu wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung über die Schreibweisen, hieß es zur Begründung. Die technische Umsetzung in den gedruckten sowie den Online-Ausgaben solle „schnellstmöglich“ erfolgen. Die Verlage appellierten an andere Medienunternehmen sowie an die Nachrichtenagenturen, sich diesem Schritt anzuschließen.

Europas größter Zeitungsverlag Springer und der Spiegel-Verlag folgen damit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die sich als einzige überregionale Zeitung der Rechtschreibreform verweigerte. Sie wird nach den Beschlüssen der Kultusminister im nächsten Jahr verbindlich in Kraft treten.

„Nach fünf Jahren praktischer Erprobung in den Druckmedien und sechs Jahren in den Schulen hat die Reform weder für professionell Schreibende noch für Schüler Erleichterung oder Vereinfachung gebracht“, begründeten die Verlage ihr Vorgehen. „Im Gegenteil: Die Verunsicherung wächst, Vermischungen von alter und neuer Rechtschreibung sind an der Tagesordnung.“ Da auch die Mehrheit der deutschsprachigen Schriftsteller - von Grass bis Enzensberger - es ablehne, dass ihre Werke in neuer Schreibung erschienen, „tut sich eine verhängnisvolle, immer breitere Kluft zwischen gelerntem und gelesenem Deutsch auf.“

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