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Schwacher Absatz Blackberry enttäuscht die Erwartungen

Verpatzter Start: Der Smartphone-Hersteller Blackberry setzt große Hoffnungen in sein neues Betriebssystem. Doch er verkaufte zuletzt deutlich weniger Geräte als erhofft. Die Anleger reagieren entsetzt.
28.06.2013 Update: 28.06.2013 - 14:40 Uhr 4 Kommentare
Blackberry-Chef Heins mit dem neuen Blackberry Z10: Die aktuellen Zahlen enttäuschen. Quelle: ap

Blackberry-Chef Heins mit dem neuen Blackberry Z10: Die aktuellen Zahlen enttäuschen.

(Foto: ap)

Waterloo Blackberrys von Grund auf neu entwickelte Handys verkaufen sich schlechter als gedacht. Das kanadische Unternehmen mit einem deutschen Manager an der Spitze lieferte in seinem ersten Geschäftsquartal (bis Anfang Juni) rund 6,8 Millionen Smartphones aus. Vom Finanzdienstleister Bloomberg befragte Analysten hatten mit knapp 7,5 Millionen Stück gerechnet. Die Aktie stürzte am Freitag vorbörslich zeitweise um mehr als 20 Prozent ab.

Zusätzlich auf die Stimmung drückte ein Verlust von unterm Strich 84 Millionen US-Dollar (64 Millionen Euro). Auch hier hatten die Börsianer mit besseren Zahlen gerechnet. Das Unternehmen hatte dank eines harten Sparkurses zwischenzeitlich die Verlustzone verlassen, in die es nun wieder stürzte. „Wir stehen immer noch am Anfang dieser Produkteinführung“, erklärte der frühere Siemens-Manager und heutige Blackberry-Chef Thorsten Heins am Firmensitz in Waterloo.

Heins hatte im Januar die ersten Modelle mit dem Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt: das Z10 mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm sowie das Q10 mit klassischer Tastatur. Im Mai kam das günstigere Q5 hinzu, das vor allem für Schwellenländer gedacht ist. Jedoch dauerte es teils Monate, bis die Smartphones tatsächlich im Laden verfügbar waren. Im Vorjahreszeitraum hatte Blackberry von seinen Telefonen noch 7,8 Millionen abgesetzt.

Nach Angaben der Marktforschungsfirma IDC hat Microsofts Windows Phone sich inzwischen an Blackberry vorbei auf Rang drei der beliebtesten Smartphone-Betriebssysteme geschoben. Mit einem Marktanteil von jeweils rund 3 Prozent liegen jedoch beide Systeme weit abgeschlagen hinter Googles Android und Apples iOS. Im Vorjahreszeitraum verbuchte Blackberry den Angaben zufolge noch einen doppelt so hohen Marktanteil.

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    Dabei gab es zwischenzeitlich durchaus Anzeichen, dass Blackberry vorankommt. So konnte das Management zahlreiche Entwickler überzeugen, Apps für das neue Betriebssystem zu erstellen, um Kunden einen Wechsel zu Blackberry schmackhaft zu machen. Zudem konnte Blackberry für seine neuen Smartphones bessere Preise als für die Vorgängermodelle erzielen. So stieg der Umsatz des Unternehmens zuletzt um 9 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Auf der Negativseite stehen hohe Marketingausgaben, um die neuen Modelle bekanntzumachen. Blackberry schaltete für sein Z10 etwa Fernsehwerbung in den USA.

    Auch im zweiten Geschäftsquartal rechnet Blackberry mit einem operativen Verlust. Der scharfe Wettbewerb am Smartphone-Markt werde anhalten, erklärte die Firma. Der Sparkurs soll deshalb beibehalten werden. Heins hatte angekündigt, 5000 von einst 16 500 Stellen zu streichen. Immerhin hat Blackberry ein dickes Finanzpolster: Die Kanadier können auf Bares und kurzfristige Anlagen von 2,8 Milliarden Dollar zurückgreifen, um ihren Umbau zu bewerkstelligen.

    • dpa
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    4 Kommentare zu "Schwacher Absatz: Blackberry enttäuscht die Erwartungen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kein Wunder: Nach der Ankündigung des aktuellen Gerätes, welches privat und geschäftlich schon ab Betriebssystem sauber trennt haben wir uns in unserer IT damit beschäftigen wollen. Das ist wirklich schwierig: Auf den Webseiten nicht erklärt, die Firma kann man auch nicht anrufen, Partner gibt es nur auf dem Papier usw... Wie soll solch ein Gerät in den Markt kommen? Wir haben es dann gelassen.

    • vor 9 Uhr? Was mit Blackberry los ist, das ist nicht seit heute Morgen um 9 Uhr bekannt sondern ist ein bestehender seit Jahren anhaltender Fakt und das weiss jeder der solch ein Gerät nutzte und umgestiegen ist.

    • Wäre ja schön gewesen, wenn Sie heute, vormittags, so gegen 9:00 Uhr geschrieben hätten; dass Blackberry von gestern ist und das man schon ganz schön naiv sein müsste, wenn man glauben sollte, dass sie heute mit guten Zahlen überraschen würden...! Oder?

    • Was haben die LEute denn bitte erwartet? Blackberry ist und bleibt von gestern......hat man gedacht da kommt jetzt die neue Revolution in Sachen HAndy und OS? Falls ja, muss man da schon sehr naiv sein.

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