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SdK klagt gegen Verschmelzung von T-Online

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hat nach eigenen Angaben Klage beim Landgericht Darmstadt gegen die Verschmelzung des Internetanbieters T-Online auf die Deutsche Telekom eingereicht. Die Kleinaktionäre seien vorsätzlich geschädigt worden.
T-Online Quelle: dpa

Die Zeiten sind vorbei: Werbung für den Börsengang von T-Online am 17.04.2000

(Foto: dpa)

dpa MÜNCHEN. Das kritisierte die Schutzvereinigung am Montag in München. Beim Vorgehen der Telekom handle es sich um einen „massiven Verstoß gegen die Treuepflicht eines Großaktionärs“. Auch bei der Hauptversammlung von T-Online hatten Kleinaktionäre die geplante Wiedereingliederung des Unternehmens in den Telekom-Konzern scharf kritisiert.

Im Zuge der Fusion erhalten die T-Online-Aktionäre für einen Anteilsschein 0,52 T-Aktien. Dies entspricht einem Wert von rund 8 Euro. Vor fünf Jahren beim Börsengang hatte das T-Online-Papier 27 Euro gekostet. Die SdK sieht hier einen gezielten Plan der Telekom.

Die beim Börsengang von T-Online erlösten Mittel seien anders als angekündigt nicht für den Ausbau des Geschäfts verwendet worden. Vielmehr habe das Unternehmen das Geld der Muttergesellschaft als Darlehen zur Verfügung gestellt. „Indem die Deutsche Telekom den freien T-Online-Aktionären die Aktien dann zu einem weit geringeren Wert wieder abnahm, verleibte sie sich unter Einsatz von nur einem Bruchteil des Betrages diesen Platzierungserlös zum eigenen Vorteil ein.“ Zudem sei beim Börsengang von T-Online das Risiko einer Verschmelzung nicht einmal angedeutet worden.

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