Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Sean Bratches im Interview Formel-1-Marketingchef: „Die besten Jahre liegen noch vor uns“

Für Sean Bratches ist die Formel 1 ein ungeschliffener Diamant. Der Marketingchef setzt auf neue Erlösquellen, auch im Digitalgeschäft.
Kommentieren
Der Manager ist Marketingchef der Formel 1. Quelle: imago images / Motorsport Images
Sean Bratches

Der Manager ist Marketingchef der Formel 1.

(Foto: imago images / Motorsport Images)

München Sean Bratches, 59, verbrachte sein Berufsleben beim Sportsender ESPN. An der Spitze der Formel 1 verantwortet er das Marketing.

Herr Bratches, seit 30 Monaten besitzt der US-Medienkonzern Liberty die Formel 1. Was ist der Kern Ihrer Strategie?
Es geht darum, für ein besseres Spektakel zu sorgen. Im Mittelpunkt jeder Unterhaltung hier im Management steht der Fan. Wenn wir bessere Möglichkeiten für ihn in der Zukunft sehen, gehen wir zurück in die Gegenwart und arbeiten daran. Und schließlich brauchen wir ein besseres wirtschaftliches Modell für diesen Sport, damit er nachhaltig Erfolg hat.

Der Vorbesitzer Bernie Ecclestone erklärt öffentlich, Liberty habe nur eine Bilanz gekauft und stelle nun fest, dass es viel schwieriger als gedacht sei, Dinge zu verändern.
Wir sind sehr glücklich damit, ein irgendwie anachronistisches Businessmodell in ein Unternehmen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Wir haben hier eine Motorsportfirma vorgefunden, die in technischen Fragen hochinnovativ war, ökonomisch aber wenig zu bieten hatte. Viele Einnahmequellen sind immer noch völlig unterentwickelt: das Lizenzgeschäft, digitale Kanäle, Medienrechte, Sponsoring, der Markt der Wetten.

Klingt nach einer langwierigen Aufbauarbeit.
Als ich hierherkam, wusste ich ehrlicherweise nicht, dass es überhaupt kein Business gab. Wir haben uns zum Beispiel erstmals mit Forschung beschäftigt und voriges Jahr eine Marketingkampagne gestartet.

Die Formel 1 wird im kommenden Jahr 70. Ist sie dennoch ein Start-up?
Irgendetwas zwischen Start-up und Business-Turnaround. Die Formel 1 ist ein ungeschliffener Diamant. Liberty hat sie erworben, weil Livesport das einzige Genre ist, das für ein großes Publikum sorgt. Und das wiederum kann gut monetarisiert werden.

Lohnt es sich am Ende wirklich? In der Formel-1-Gruppe fiel 2018 ein Verlust von 150 Millionen Dollar an. Für den Kauf waren stolze 4,6 Milliarden Dollar nötig.
Liberty ist keine Private-Equity-Firma, die kauft und verkauft. Gewisse Investments sind nun einmal nötig, um das Geschäft zu erschließen. Und wir strengen uns an, aus der Formel 1 eine starke globale Medien- und Entertainmentmarke zu machen. „Leicht packen, schnell reisen“, ist unser Motto. Die besten Jahre liegen noch vor uns.

Mehr: Lesen Sie hier, wie aus der Formel 1 eine globale Sportmarke werden soll.

Startseite

Mehr zu: Sean Bratches im Interview - Formel-1-Marketingchef: „Die besten Jahre liegen noch vor uns“

0 Kommentare zu "Sean Bratches im Interview: Formel-1-Marketingchef: „Die besten Jahre liegen noch vor uns“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote