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Service startet in den USA Google-Tochter Waymo darf automatisierten Fahrdienst anbieten

Der erste Chauffeur-Service mit autonomen Fahrzeugen hat in den USA grünes Licht bekommen. Noch dieses Jahr soll „Waymo“ in den USA starten.
Update: 18.02.2018 - 15:00 Uhr Kommentieren
Noch in diesem Jahr könnte Waymo im US-Bundesstaat Arizona den Betrieb starten: Kunden können dann per App eine Fahrt mit einem fahrerlosen Auto buchen. Quelle: dpa
Autonomes Fahren

Noch in diesem Jahr könnte Waymo im US-Bundesstaat Arizona den Betrieb starten: Kunden können dann per App eine Fahrt mit einem fahrerlosen Auto buchen.

(Foto: dpa)

Mountain ViewDer Chauffeurdienst Waymo hat als erstes Unternehmen grünes Licht bekommen, seinen fahrerlosen Fahr-Service in den Vereinigten Staaten zu betreiben. Ende Januar hat die Tochtergesellschaft von Google-Mutter Alphabet laut Bloomberg die offizielle Erlaubnis für Arizona erteilt bekommen.

Waymo ist aus der umbenannten Google-Tochter „Google Driverless Car“ hervorgegangen und entwickelt Technologien für autonome Fahrzeuge. Per App sollen Kunden sich künftig eine Fahrt mit einem autonomen Fahrzeug buchen können. Waymos Fahrzeugflotte besteht aus selbstfahrenden Minivans „Pacifica“ von Chrysler.

„Zur Zeit testen wir unsere Fahrzeugflotte noch in der Stadt Phoenix und Umgebung. Wir unternehmen aber alle nötigen Schritte, um unseren kommerziellen Service noch in diesem Jahr auf die Straße zu bringen,“ erklärt Waymo in einer E-Mail gegenüber Bloomberg. Im letzten Jahr startete die erste Testphase von Waymo in Arizona, in dem Kunden normale Fahrten per App buchen konnten. Seit November wurden dann auch fahrerlose Autos getestet, zum ersten Mal in der Branche.

Was der Service kosten wird, hat das Unternehmen bisher noch nicht preisgegeben. Allerdings ist ein Service mit autonomen Autos generell betriebsgünstiger und kann mehr Menschen erreichen. Preise könnten daher mit denen der Konkurrenz mit Fahrer, vergleichbar sein.
Waymo plant außerdem das Geschäft mit den autonomen Fahrzeugen weiter auszuweiten: „Wir arbeiten mit Städten zusammen, mit dem Ziel, die Mobilitäts-Bedürfnisse der Öffentlichkeit zu erfüllen,“ so Ruth Porat, die Finanzchefin von Alphabet. Diese Pläne beinhalten auch private autonome Fahrzeuge und Lieferdienste.

Anfang des Jahres hatte Waymo angekündigt, „tausende“ weitere Chrysler Pacific Vans einzukaufen und seine Flotte von 600 bestehenden Fahrzeugen zu erweitern. Fiat Chrysler Automobiles (FCA) hält sich bei der eigenen Entwicklung von Lösungen für das autonome Fahren dagegen zurück.

Mit der Erlaubnis in Arizona macht Wymo auch dem Chauffeurdienst Uber Konkurrenz. Bisher agiert Uber zwar noch als Plattform, die Fahrer mit deren Autos vermittelt. Mittelfristig setzen aber auch Uber und dessen Konkurrent Lyft auf eine eigene Flotte mit fahrerlosen Roboter-Taxis. Sie versuchen, technologisch aufzuholen. Heute werden selbstfahrende Fahrzeuge bereits in vielen Regionen getestet. Besonders in Großstädten könnte diese Technologie viele Veränderungen mit sich bringen.

Einige Unternehmen haben erste Versionen der Fahrer-losen Taxis in Rentner-Siedlungen mit Tempo-Limit getestet. Das Start-Up Voyage aus Florida etwa testet seine Fahrer-Dienste in der Senioren-Siedlung „The Villages“. Dort fahren autonome Autos die Anwohner zum Golfen oder ins Theater. Bisher ist in den Auots aber noch ein Techniker an Bord, der zur Not eingreifen kann. Mittelfristig will Voyage auch auf die Techniker verzichten.

Die perfekten Straßen und die übersichtliche Größe – und wie Kritiker bemerken die Langsamkeit der Bewohner - machen diese abgeriegelten Viertel zwar zu idealen Teststrecken. Sie sind aber vom alltäglichen Verkehr an anderen Orten mit Schlaglöchern und Rasern weit entfernt.


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