Sicherheit Telekom will Drohnen abwehren

Drohnen werden für Unternehmen und Behörden zum Sicherheitsrisiko. Mit den Fluggeräten kann kritische Infrastruktur ausspioniert oder attackiert werden. Die Telekom will nun ein Abwehrsystem gegen Drohnen anbieten.
Die kleinen Fluggeräte können zum Sicherheitsrisiko werden. Quelle: dpa
Bedrohung durch Drohne

Die kleinen Fluggeräte können zum Sicherheitsrisiko werden.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Telekom will laut einem Zeitungsbericht demnächst Behörden und Unternehmen ein Drohnen-Abwehrsystem anbieten. Die Anti-Drohnen-Technologie des Konzerns solle noch in diesem Jahr an den Start gehen, berichtete die „Welt am Sonntag“. Die Telekom habe die Pläne bestätigt. Der Konzern will demnach die Technologie Behörden und Unternehmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen, Flughäfen, Sportstadien, Autoteststrecken und Großereignissen zur Verfügung stellen.

Der Bonner Konzern setzt dabei laut „WamS“ auf Partner, die entsprechende Technologien entwickeln. Ende Juli habe es einen Testlauf auf einem Flugplatz in Tannheim südlich von Ulm gegeben, bei dem mehrere Hersteller eingeladen waren, darunter Dedrone aus den USA, Droneshield aus Australien, Squarehead Technology aus Norwegen, Rohde & Schwarz und Airbus DS Electronics and Border Security (EBS).

Bei dem Test mussten die Anbieter dem Bericht zufolge auf verschiedene Situationen reagieren, darunter das Ausspähen von Personen und das Abwerfen eines Gegenstandes, der beispielsweise eine Bombe darstellen könnte. „Alle Anbieter haben noch Hausaufgaben zu machen“, zitierte die Zeitung ein Fazit der Telekom.

Laut „WamS“ laufen Unternehmen und Sicherheitsbehörden der Entwicklung hinterher. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) gehe davon aus, dass es in Deutschland mehr als 400.000 Drohnen gebe, die meisten davon im Besitz von privaten Nutzern. Die Bandbreite reiche von Spielzeug-Quadcoptern bis hin zu Fluggeräten, die in der Lage seien, mehrere Kilogramm Last zu tragen. Neuere Modelle lassen sich spielend leicht steuern und umfliegen sogar automatisch Hindernisse, die von Sensoren erfasst werden.

Bei der Drohnen-Abwehr geht es unter anderem um Personenschutz, Gebäudesicherung und auch den Schutz vor Ausspähung. Dem Bericht zufolge haben bereits Autohersteller bei der Telekom nach einem solchen System gefragt, um Teststrecken zu schützen, auf denen sie Prototypen von neuen Fahrzeugmodellen ausprobieren. Diese Tests finden üblicherweise unter höchster Geheimhaltung statt. Aber auch Rechenzentren und Fußballstadien sollen geschützt werden. Der FC Bayern sieht sich Berichten zufolge nach Abwehrgeräten für sein Stadion um.

Die besten Drohnen für Hobbyfilmer
DJI: Phantom 4 – Der Hindernisläufer
1 von 5

Das neueste Modell des chinesischen Marktführers überrascht mit intelligenten Funktionen: Sie folgt Personen, die der Nutzer auf dem Display markiert, und weicht selbständig Hindernissen aus. Die Kamera filmt in 4K-Auflösung. Der Akku hält 28 Minuten, fünf Minuten länger als beim Vorgänger. Im Sportmodus fliegt die Phantom jetzt 72 Kilometer pro Stunde, die Reichweite der Fernsteuerung steigt auf fünf Kilometer. Preis: 1600 Euro.

Yuneec: Typhon H – Der Ausfallsichere
2 von 5

Ausgestattet mit sechs Propellern, fliegt das neue Modell des chinesischen Herstellers Yuneec auch weiter, wenn zwei Propeller ausfallen. Dank eingebauter Stereokamera des Chipherstellers Intel soll die Drohne Hindernisse erkennen und so Kollisionen vermeiden. Die Landekufen klappen im Flug hoch, damit sie nicht im Bild der Schwenkkamera auftauchen, die in 4K-Auflösung filmt. Verkaufsstart ist April. Preis: 1800 Euro.

Lily: Lily – Die Selfie-Drohne
3 von 5

Sie sieht aus wie ein fliegendes Ei und lässt sich aus der freien Hand starten: Die Drohne Lily ist besonders vielseitig und einfach zu bedienen. Aktiviert der Nutzer einen Sender in der Hosentasche, dann folgt Lily ihm auf Schritt und Tritt. Sogar wasserdicht soll der Flieger sein, wenn er aus Versehen mal im Pool landet. Preis: 919 Dollar.

3D-Robotics: Solo – Die Vielseitige
4 von 5

Solo heißt die Drohne des US-Startups 3D Robotics – dabei ist sie besonders bindungsfreudig: Der Anschluss für die Kamera lässt sich nicht nur mit einer Action-Kamera von GoPro bestücken, sondern auch mit anderen Accessoires, etwa der Virtual-Reality Kamera Pixpro SP360 von Kodak, die 360-Grad-Videos aufzeichnet. Preis: Ab 999 Dollar.

Parrot: Bebop – Die Einsteigerdrohne
5 von 5

Klein, leicht und robust: Die Drohne Bebop von Parrot ist vor allem Einsteigern zu empfehlen, die sich im Fliegen üben möchten und dabei möglichst keine Unfälle verursachen wollen. Im Falle eines Zusammenstoßes schaltet der Miniflieger automatisch die Propeller ab, die Kamera filmt in HD-Auflösung. Preis: 349 Euro.

Die „WamS“ zählte mehrere Zwischenfälle mit Drohnen in der Vergangenheit aus. Wie hilflos Veranstaltungen Drohnenflügen ausgeliefert seien, habe ein EM-Fußball-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien im Jahr 2014 gezeigt, als ein Qaudrocopter ins Stadion eingeschwebt sei und eine albanische Flagge gezeigt habe. Wegen der politischen Provokation musste das Spiel im Tumult abgebrochen werden.

2013 stürzte dem Bericht zufolge eine Drohne während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Dresden nur wenige Meter von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab. Experten befürchten, dass künftig Terroranschläge mit Drohnen verübt werden könnten. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) setzt die Technologie bereits im Irak ein.

  • afp
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%