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Sinkender Gewinn Großprojekte belasten Mautbetreiber Kapsch

Verzögerungen bei Projekten in Polen und Südafrika haben den Gewinn des österreichischen IT-Dienstleisters stark schrumpfen lassen. Das sollen die Aktionäre nun auch bei der Dividende zu spüren bekommen.
17.07.2012 - 11:48 Uhr Kommentieren
Ein Maut-Schild an der Autobahn A98 bei Waldshut-Tiengen. Quelle: dpa

Ein Maut-Schild an der Autobahn A98 bei Waldshut-Tiengen.

(Foto: dpa)

Wien Der österreichische Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom hat im vergangenen Geschäftsjahr wegen Verzögerungen bei zwei Großprojekten weniger verdient. Der operative Gewinn (Ebit) schrumpfte um 14 Prozent auf 42,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Grund dafür sind Hürden bei der Inbetriebnahme zweier neuer Mautsysteme: In Polen hatte Kapsch im vergangenen Jahr ein elektronisches Mautsystem für alle Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen errichtet - bezahlt wurde aber erst später. Kapsch habe daher vorübergehend die laufenden Kosten für den Betrieb des Systems vorstrecken müssen.

Auf den Zahlen lastete darüber hinaus ein Rechtsstreit über ein Mautprojekt in Südafrika. Dort habe ein Gericht den Start eines fertigen Mautsystems wegen einer Klage auf unbestimmte Zeit verschoben.

Unter dem Strich sank der Gewinn um drei Prozent auf 27,5 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine um 10 auf 90 Cent verringerte Dividende erhalten.

Die Entwicklung des im April angelaufenen Geschäftsjahrs 2012/13 hänge nun davon ab, ob und wann das Mautsystem in Südafrika seinen Betrieb aufnehmen könne. Zudem hoffe Kapsch, bei der Vergabe von Aufträgen für landesweite Mautsysteme in Ungarn, Slowenien und Dänemark zum Zug zu kommen.

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