Smartphone-Markt Blackberry liegt wie Blei im Regal

Erst vor einem Monat hat der Smartphone-Hersteller RIM eine Gewinnprognose veröffentlicht. Am Donnerstag musste er daraus eine Warnung machen. Er hatte nicht damit gerechnet, wie schlecht sich Blackberrys verkaufen.
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Blackberrys gehen seltener über den Tresen als erwartet. Quelle: dapd

Blackberrys gehen seltener über den Tresen als erwartet.

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WaterlooWährend bei Apple die Verkaufszahlen für das iPhone explodieren, wird RIM seine Blackberrys schwerer los als erwartet. Der Smartphone-Hersteller musste seine erst vor einem Monat aufgestellte Prognose am Donnerstag nach unten korrigieren.

Die Aktie brach nachbörslich um mehr als 10 Prozent ein. RIM rechnet nun damit, statt bis zu 14,5 Millionen eher 13,5 Millionen Blackberrys loszuwerden.

Zudem beschleunigt sich der Trend, dass die Kunden eher zu den billigen und damit wenig profitablen Modellen greifen. RIM warnte deshalb, dass der Umsatz und auch der Gewinn unter die ursprünglich erwarteten Zahlen rutschen würden.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Smartphone-Markt: Blackberry liegt wie Blei im Regal"

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  • Das Problem, dass RIM zu viele "billige" Modelle verkauft, liegt m.E. an deren neuer Geschäftsstrategie: RIM setzt seit neuestem nicht mehr nur auf Geschäftskunden, denen die Preise im großen und ganzen überhaupt nicht interessieren, sondern auf junge Leute, die statt eines Bolds dann lieber zum Curve greifen, welches um einiges günstiger ist.

    P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

  • Das ist der Schweinezyklus der Kapitalgesellschaften. Die Aktionäre wollen Dividende und schnelle Gewinne sehen und setzen somit das Management in Richtung operativer Sparmaßnahmen unter Druck, was Stellenabbau und Kürzung von Investitionen in R&D bedeutet. Damit sinkt der Wert der Unternehmen aber weiter, die Aktionäre kassieren ihre Gewinne und steigen aus bis das Unternehmen so billig ist, dass ein neuer Investor wieder einsteigt. Er setzt ein neues Management ein, hat vielleicht eine neue Marktidee, investiert etwas Risikokapital und das Spiel beginnt von neuem. Die Produkte und die Mitarbeiter sind dabei zweitrangig und nur Mittel zum Zweck. Etwas anderes ist es noch, wenn der Inhaber auch im Unternehmen tätig ist, wie z.B. bei Apple.

  • Das freue ich mich aber, dass ich Sie unterhalten konnte. Ich finde es auch immer wieder geil, wenn ich Schreibfehler in anderen Texten finde. Ein erhebendes Gefühl, es sei Ihnen gegönnt.

    Und ein tolles Wort kennen Sie auch. 'Analphasis' - sagt mir zwar nichts, beeindruckt mich aber schon.

    Außerdem, sorry, war ich ungenau. Die Bezeichnung 'Wertvollstes Unternehmen' bezog sich auf Presseberichte aus dem letzten Jahr, die auf der Börsenkapitalisierung basierten.

    Eigentlich ging es ja darum, wie unflexibel auch Marktführer reagieren, wenn ihr Geschäftsmodell an Erfolg verliert. Vielleicht machen es ja deren Manager genauso: wenn sie nix verstehen, kümmern sie sich um die Orthographie.

  • Orthographie zu Text-DerBernd: Dann wurde Apple damit wehrtvollstes Unternehmen der Welt. -
    WERTVOLLSTES! - Irgendwo müssen ja die 7,5 Mio Analphasis sein. Vor 30 Jahren waren es 3 Mio.

  • Unternehmen schlachten eben gern ihr Geschäftsmodell aus - bis nix mehr geht. Wirklich Verändern tun sie meist zu spät. Erst trifft es Nokia, jetzt RIM. Und wollte uns nicht vor ein paar Jahren Siemens erzählen, mit Notebooks und Telefonen kann man kein Geld mehr verdienen! Dann wurde Apple damit wehrtvollstes Unternehmen der Welt.

    Nein, um wirklich innovativ zu sein, sind die meisten Firmen zu straff organisiert, Geschäftsprozesse festgeklopft und das Management hat optimierte Scheuklappen auf. Störungen, wie neue Ideen, im Tagesgeschäft - unerwünscht.

    Könnte es sein, dass Großunternehmen heutzutage ähnlich planverliebt sind, wie seinerzeit die SED?

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