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Smartphone-Spiel Google bringt „Ingress“ für Apple raus

Um mehr Nutzer zu erreichen, hat Google sein Smartphone-Spiel „Ingress“ nun auch für das Betriebssystem von Apple angepasst. Für den Suchmaschinenbetreiber ist das Spiel ein Testmodell – für die Nutzer schon viel mehr.
14.07.2014 - 14:41 Uhr Kommentieren
Der Suchmaschinenbetreiber Google versucht sich mit dem Spiel „Ingress“ in neuen Geschäftsmodellen. Quelle: ap

Der Suchmaschinenbetreiber Google versucht sich mit dem Spiel „Ingress“ in neuen Geschäftsmodellen.

(Foto: ap)

Berlin Google will sein Smartphone-Spiel „Ingress“ auf breitere Füße stellen und hat es nun auch für Apples iOS-Betriebssystem herausgebracht. Bislang war das von der Google-Tochter Niantic Labs entwickelte Abenteuerspiel nur für mobile Geräte mit Googles Android erhältlich. Mit „Ingress“ betritt Google Neuland. Zwei Gruppen von Nutzern treten dabei in der realen Welt gegeneinander an. Mehr als vier Millionen Spieler sollen seit dem Start 2012 das Spiel bereits heruntergeladen haben. „Uns geht es darum, das Computerspiel-Business zu erneuern“, sagte Erfinder John Hanke in einem Interview mit der Fachzeitschrift „c't“.

In der Rahmenhandlung geht es um neuartige Energieformen. In die Umgebung jedes Spielers, dessen Smartphone mit Hilfe von Geo-Lokalisierungstechnologie geortet wird, werden virtuelle Bestandteile integriert. So werden zum Beispiel Parks, Plätze oder historische Bauwerke zu „Portalen“, die eingenommen und verteidigt werden sollen.

Für Google ist das Spiel vor allem ein Testballon, um neue Geschäftsmodelle für standortgebundene Werbung zu erkunden, erklärte „Ingress“-Erfinder und Ex-Google-Mitarbeiter Hanke in dem Interview. Für die Finanzierung habe Niantic Labs in Europa zum Beispiel mit Vodafone zusammengearbeitet, um Alternativen zu dem Geschäftsmodell „Free-to-Play“ zu entwickeln. Denn die Entwicklung von Dingen, für die die Spieler dann Geld bezahlen müssen, mache „in puncto Spieldesign große Probleme“, sagte Hanke.

Für Entwickler wollen die „Ingress“-Macher auch eine Schnittstelle (API) veröffentlichen, mit deren Hilfe andere Designer zusätzliche Dinge und Funktionen für das Spiel programmieren können.

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    Über den Erfolg des Spiels zeigte sich Hanke im Gespräch mit der „c't“ selbst überrascht. „Fernab von Ingress-Hochzeiten - die es auch schon gab - habe ich mich darüber gewundert, wie wichtig das Spiel für viele Menschen ist“, sagte Hanke. Spieler würden sogar nur für Ingress in andere Länder reisen.

    • dpa
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