Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Smartphonehersteller China fordert US-Verzicht auf Auslieferung von Huawei-Finanzchefin

Die Finanzchefin und Tochter der Huawei-Gründers Meng Wanzhou wurde Anfang Dezember in Vancouver verhaftet. Nun fordern die USA eine Auslieferung.
Kommentieren
Kanada: USA fordern Auslieferung von Huawei-Finanzchefin Quelle: dpa
Huawei

Die chinesische Mobilfunkfirma wird insbesondere aus den USA attackiert.

(Foto: dpa)

Hongkong, PekingChina hat die USA zur Rücknahme des Haftbefehls gegen die in Kanada festgenommene Finanzchefin des Huawei-Konzerns aufgefordert. Die USA sollten in Kanada auch keinen formellen Auslieferungsantrag für Meng Wanzhou stellen, sagte die chinesische Außenamtssprecherin am Dienstag. Das Auslieferungsabkommen zwischen Kanada und den USA verletze die Sicherheit sowie die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Bürger.

Die USA hätten Kanada mitgeteilt, dass man die Überstellung von Meng Wanzhou fordern werde, sagte der kanadische Botschafter in den USA, David MacNaughton, in einem am Montag veröffentlichten Interview der Zeitung „Globe and Mail“. Er gab nicht an, wann der formelle Antrag gestellt wird. Die Frist läuft Ende Januar, 60 Tage nach der Festnahme Wengs am 1. Dezember in Vancouver, aus. Wird der Antrag gestellt, muss ein kanadisches Gericht innerhalb von 30 Tagen entscheiden, ob die Beweise ausreichen, um einer Auslieferung stattzugeben.

Meng war im Dezember auf Ersuchen der USA in Kanada festgenommen worden und steht inzwischen unter Hausarrest. Die USA beschuldigen sie, Banken im Hinblick auf Geschäfte im Iran in die Irre geführt zu haben. Der chinesische Konzern Huawei hat bestritten, gegen Iran-Sanktionen verstoßen zu haben. Nach Mengs Festnahme wurden in China zwei Kanadier festgesetzt, was allgemein als Vergeltungsakt gewertet wurde. Nach Angaben von Kontaktpersonen sitzen sie im Gefängnis und haben keinen Zugang zu Anwälten.

Mehr als 100 Akademiker und mehr als 20 Diplomaten haben China zur Freilassung der beiden inhaftierten Kanadier aufgerufen. Das Vorgehen der Regierung in Peking sende eine beunruhigende Botschaft, dass Politik und diplomatisches Handeln in der Volksrepublik „unerwünscht und sogar riskant“ seien, schrieben die Unterzeichner eines Briefs an Chinas Präsident Xi Jinping.

Der Fall hat die Beziehungen zwischen Peking und Ottawa deutlich verschlechtert. So bezeichnete das chinesische Außenministerium das Vorgehen Kanadas als „Missbrauch von Rechtsverfahren“. Ein Kanadier wurde wegen Drogenschmuggels in China zum Tode verurteilt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
  • ap
Startseite

Mehr zu: Smartphonehersteller - China fordert US-Verzicht auf Auslieferung von Huawei-Finanzchefin

0 Kommentare zu "Smartphonehersteller: China fordert US-Verzicht auf Auslieferung von Huawei-Finanzchefin"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%