Smartphones im Vorteil Rivalen drängen Nokia in die Ecke

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Der König auf dem Smartphonemarkt ist Android

Und gerade bei den Smartphones klafft bei Nokia eine gefährliche Lücke. Das bisherige Betriebssystem verliert rasant an Boden - binnen eines Jahres sackte der Anteil am Smartphone-Markt von 40,9 auf 22,1 Prozent ab. Und mit dem ersten Nokia-Gerät mit Windows Phone ist nicht vor Jahresende zu rechnen.

Microsoft schießt mit seinem von Experten gelobten Betriebssystem bisher auch nicht gerade den Vogel ab: Der Anteil aller Windows-Varianten am Smartphone-Markt fiel laut Gartner zuletzt auf 1,6 Prozent, nach 4,9 Prozent vor einem Jahr. Die Partner Nokia und Microsoft stehen vor einer „sehr großen Herausforderung“, sagt Cozza diplomatisch. Gartner rechne für Windows-Smartphones aber nach wie vor mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent im Jahr 2015.

Der König auf dem Smartphone-Markt ist Android mit einem Marktanteil von 43,4 Prozent - nach nur 17,2 Prozent vor einem Jahr. Dem Google-System kommt zugute, dass es von verschiedenen Herstellern genutzt wird. Zum Jahreswechsel dürfte Android für noch mehr Druck auf Nokia sorgen - dann dürften dank billigerer Bauteile vermehrt günstige Smartphones zu einem Preis unter 100 Dollar auf den Markt kommen.

Ein klarer Gewinner des Markt-Umbruchs ist auch Apple mit seinem iPhone. Der Konzern kontrolliert nicht nur das dazugehörige Betriebssystem iOS, sondern ist auch der einzige Gerätehersteller für diese Plattform. Mit dem hochpreisigen iPhone fährt Apple Milliarden-Gewinne ein. Im Smartphone-Markt stieg der Anteil von iOS von 14,1 auf 18,2 Prozent. In der Gartner-Rangliste der Handy-Hersteller steht Apple auf Platz vier mit einem Marktanteil von 4,6 Prozent nach nur 2,4 Prozent vor einem Jahr.

Zweitgrößter Handy-Produzent der Welt blieb Samsung mit einem Marktanteil von 16,3 Prozent, gefolgt von LG mit 5,7 Prozent. Beide südkoreanischen Unternehmen verloren dabei etwas an Gewicht. Dagegen rückte der taiwanische Hersteller HTC von 1,6 auf 2,6 Prozent vor. Stärker werden auch junge und hungrige chinesische Hersteller. So verdrängte ZTE den Blackberry-Anbieter knapp vom 5. Platz in der Handy-Rangliste und Huawei pirscht sich an das Mobilfunk-Urgestein Motorola heran. Insgesamt wuchs der weltweite Handy-Absatz im zweiten Quartal laut Gartner um 16,5 Prozent auf 428,66 Millionen Geräte.

  • dpa
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