Smartwatch „Dial“ Will.i.am will das Smartphone überflüssig machen

Neuster Clou des Musikers Will.i.am: Nach seinem Millionenerfolg mit den Beats-Lautsprechern hat der Sänger der Black Eyed Peas eine smarte Uhr entwickelt. Vermarktet wird sie von der Deutschen Telekom.
Die Smartwatch funktioniert ohne Smartphone. Quelle: Schröder Schömbs PR
The Dial

Die Smartwatch funktioniert ohne Smartphone.

BarcelonaVor Jahren hätten Fotos wie dieses nicht in das Bild gepasst, das viele von der Deutschen Telekom hatten. Claudia Nemat, Europa- und Technikvorstand des Konzerns, posiert auf dem Mobile World Congress gemeinsam mit dem Sänger Will.i.am, der sonst Lieder wie „Ghetto Ghetto“, „Bang Bang“ oder „Hot Wings“ singt, vor einer magentafarbenen Wand. Hätten diese beiden Lebenswelten früher noch wie Graubrot neben Donut gewirkt, ergibt sich nun ein fast harmonisches Bild.

Das liegt allerdings nicht nur am betont agilen Auftreten der Telekom in den letzten Jahren, sondern auch daran, dass Will.i.am nicht nur Sänger, sondern auch erfolgreicher Unternehmer ist. Er, der mit richtigem Namen William Adams heißt, ist Mitgründer des Kopfhörer- und Lautsprecheranbieters Beats, den Apple vor rund zwei Jahren für drei Milliarden Dollar gekauft hat. Wie hoch der Anteil von Adams dabei ist, ist nicht bekannt. Aber offensichtlich reichte es aus, um eine neue Idee zu finanzieren.

Der Bonner Konzern vertreibt die neue Smartwatch des Musikers Will.i.am (rechts). Quelle: PR
Telekom-Präsentation in Barcelona

Der Bonner Konzern vertreibt die neue Smartwatch des Musikers Will.i.am (rechts).

(Foto: PR)

Denn Will.i.am hat etwas mitgebracht nach Barcelona, wo er nun gemeinsam mit Claudia Nemat auf der Bühne steht. Etwas, von dem Nemat erklärt, er habe gesagt, sie soll es nicht Smartwatch nennen, weil es der Sache nicht gerecht würde.

Dann übernimmt der Sänger. Er zeigt eine Uhr – die sich im Design angenehm an einem Armreif orientiert – und beginnt mit ihr zu sprechen. Die „Dial“ hat eine Sprachsteuerung, der die Entwickler den Namen „Aneeda“ gegeben haben. Allerdings stecke dahinter nicht nur eine Sprachsteuerung, sondern ein eigens entwickeltes Betriebssystem, erklärt Adams. Und: Die Uhr funktioniere ohne Smartphone. Im Gegenteil, sie habe eines integriert. In dem Gerät steckt eine SIM-Karte, über die es sich mit dem Internet verbindet und mit der man telefonieren kann.

Das ist eines der Hauptargumente des Sängers und Unternehmers: Andere Hersteller hätten Smartwatches immer als Begleitung von Smartphones verstanden, sagt er und benutzt eine Metapher, um seine Idee zu erklären: Früher hätte man lange versucht, Kutschen leichter zu machen und schneller zu machen. Aber immer hätte weiter vorne ein Pferd gestanden, der sie hat ziehen müssen. Dann seien Autos gekommen, die die Pferdestärken integriert und damit die Kutschen abgelöst hätten.

Doch kann eine Uhr, mit einem deutlich kleineren Bildschirm und damit eingeschränkteren Möglichkeiten, wirklich ein Smartphone ablösen? Der Clou, glaubt Will.i.am, steckt nicht nur in der Unabhängigkeit, sondern auch in „Aneeda“ – das Betriebssystem hat eine künstliche Intelligenz. Sie soll die Persönlichkeit ihres Trägers lernen und auf kurze Nachfrage diverse Probleme dessen Alltags lösen, wie etwa den Weg erklären.

Um die Sicherheit ihrer Daten sollen sich die Kunden aber keine Gedanken machen müssen. Die Uhr verfüge über einen 32 Gigabyte-Speicher, damit müssten Daten gar nicht zwangsläufig übertragen werden.

Noch ist die Uhr nicht auf dem Markt. „Im Laufe des Jahres“ soll sie in Europa erhältlich sein - und zwar in den Märkten der Deutschen Telekom. Die hat der Sänger als exklusiven Vermarkter für die Uhr ausgewählt, was die Bonner besonders freut. „Die Zusammenarbeit mit i.am+ (die Firma von Will.i.am) unterstreicht unsere Rolle als Motor und Entwicklungspartner für innovative Produkte und Services", lässt sich der Vorstandsvorsitzende der Telekom, Timotheus Höttges, zitieren.

Die spannendsten Gerüchte aus Katalonien
Samsung Galaxy S7
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Samsung präsentiert in Barcelona seine neuen Modelle Samsung Galaxy S7 und das größere Galaxy S7 Edge mit abgerundeten Kanten. Samsungs neues Top-Modell wird sich optisch wohl stark an seinem Vorgänger, dem S6 (Foto: S6 Edge) orientieren.

Offenbar wird das Standardmodell 5,1 Zoll groß sein, das S7 Edge 5,3 Zoll. Laut Insidern soll das Display permanent leuchten und so jederzeit Nachrichten und Uhrzeit anzeigen – ohne dass der Akku sich dadurch schneller leert. Mit einem Iris-Scanner soll sich das Gerät allein mit einem Blick entsperren lassen. Insider sagen, dass ein Kamerasensor durch Kontrast die Bildqualität bei Dunkelheit verbessert. Angeblich will der südkoreanische Hersteller die Auflösung der Kamera von 16 auf 12 Megapixel reduzieren – und die Kamera so integrieren, dass sie nicht mehr aus dem Gehäuse hervorsticht.

Das scheinbar wieder wasserfeste Smartphone soll Ende des Monats ab 699 Euro auf den Markt kommen.

G5 von LG
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LG wird sein neues Premiummodell vorstellen: Das etwa fünf Zoll große G5 (Bild: G4S). Insider erwarten auch einen kleineren Ableger, das LG5 Lite. Im Gegensatz zu Samsung hat LG Electronics schon im Vorfeld des MWC offiziell bestätigt, dass das neue Geräte mit einem Always-on-Display ausgestattet sein wird. Der südkoreanische Herrsteller will eine dazu passende Hülle mit Touch-Funktion präsentieren. In Sachen Kamera-Auflösung sind bislang noch keine konkreten Zahlen durchgesickert. Klar scheint allerdings zu sein, dass in das Gerät zwei Kameras mit Weitwinkellinsen integriert sein werden. Spannend: Über einen Magic-Slot soll der Nutzer das G5 durch eine Action-Cam, Tastatur und Audioverstärker ergänzen können.

Das G5 soll zwischen 600 und 700 Euro kosten.

Lumia650 von Microsoft
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Microsoft hat bestätigt, dass das Smartphone Lumia650 in Barcelona vorgestellt wird. Ende Februar soll es in Deutschland bereits verkauft werden. Der interne Speicher umfasst 16 GB. Mit einer Micro-SD-Karte kann der Nutzer den Speicher um 200 Gigabyte erweitern. Sowohl vorne als auch hinten ist das Smartphone jeweils mit einer Weitwinkelkamera ausgestattet. Auflösung: acht und fünf Megapixel. Das Betriebssystem ist – wie erwartet – Microsoft 10. Preis: 229 Euro.

Tone Platinum Bluetooth-Kopfhörer von LG
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Kurz vor dem Mobile World Congress in Barcelona hat LG Electronics offiziell bekannt gegeben, seine neuen Bluetooth-Kopfhörer zu präsentieren. Das neue Modell ist mit einem Stimmen-Feature ausgestattet, sodass die Verbraucher per Sprachbefehl Anrufe entgegen nehmen können. Wenn der Nutzer ein Android-Smartphone besitzt, kann er mit Hilfe einer App über die Kopfhörer Sprachnotizen aufzeichnen und sich von Freunden und Bekannten orten lassen. Schallwandler – die es laut LG nur in kabelgebundenen Kopfhörern gibt – minimieren Verzerrungen bei der Wiedergabe von Liedern.

Im März kommt der Kopfhörer in den USA auf den Markt. Anschließend in Europa. Einen Preis hat das Unternehmen bisher noch nicht bekannt gegeben.

360-Grad-Kamera von Samsung
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Neben dem Samsung Galaxy S7 soll der koreanische Gerätehersteller auch die Kamera Gear 360 in Spanien vorstellen. Seit Längerem arbeitet Samsung an einer Virtual-Reality-Kamera. Die Brille soll mit zwei 360-Grad-Fischaugen-Objektiven Rundum-Filme aufnehmen können. Den Stream können Verbraucher laut Insider auf einem Smartphone sehen – ob er auch übertragen werden kann, sei noch unklar.

Mi5 von Xiaomi
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Das neue Modell des chinesischen Smartphone-Herstellers soll laut Brancheninsidern extrem kontrastreiche und scharfe Bilder ermöglichen. Denn im Vorfeld des MWC hat Vizechef Hugo Barra auf Facebook Fotos veröffentlicht, die mit der 16-Megapixel-Kamera gemacht worden sein sollen. Neben der Kamera soll das Mi5 mit einem drucksensitiven Display ausgestattet sein. Experten erwarten, dass das Mi5 optisch an das iPhone 6s Plus erinnert.

Das Vorgängermodell Mi4 (im Bild) wurde im August 2014 vorgestellt und konnte vielen Premium-Smartphones aus dem Jahr das Wasser reichen. Es war aber deutlich billiger als diese. Es stieß auch in Deutschland auf Interesse - obwohl es hierzlande nicht offiziell vertrieben wird.

Tablet und Smartwatch von Sony
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Sony wird auf dem Mobile World Congress auf jeden Fall eine technische Neuheit vorstellen. Schließlich hat hat der japanische Hersteller Einladungen zur Messe an die Öffentlichkeit verschickt. Insider rätseln allerdings noch, um welches Gerät es sich handeln wird. Nach dem Release des Xperia Z5 halten Experten die Vorstellung einer neuen Smartphone-Version für eher unwahrscheinlich. Sie erwarten stattdessen ein neues Tablet (im Bild: Das Xperia Z4) – oder eine Smartwatch. Über andere Geräte kursieren bereits eine Menge Spekulationen. Von Sony dringt nur wenig nach außen.

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