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Snapchat enttäuscht Aktie von Snap stürzt in die Tiefe

Snap enttäuscht die Anleger mit seinen Quartalszahlen. Die Aktie bricht nachbörslich um bis zu 24 Prozent ein. Der Frontalangriff Facebooks zeigt offenbar Wirkung. Doch Vorstandschef Evan Spiegel stört das nur wenig.
11.05.2017 - 04:09 Uhr 1 Kommentar

Snap Inc.: Die Gründe für den Absturz

Seattle Es war so schlimm wie befürchtet. Die gemeldete Umsatzvervierfachung auf 149,6 Millionen Dollar beim Snapchat-Betreiber Snap war zwar gewaltig, aber nicht gewaltig genug, um die luftige Marktkapitalisierung von 27 Milliarden Dollar zu rechtfertigen. Der Nettoverlust im abgelaufenen Quartal war mit 2,2 Milliarden Dollar nach 104 Millionen im Vorjahr erheblich höher als befürchtet.

Das liegt zu einem großen Teil an Aktienoptionen für Mitarbeiter und Manager im Zuge des Börsengangs. Alleine Vorstandschef Evan Spiegel bekam einen Sonderbonus von 750 Millionen Dollar, weil er es geschafft hatte, das Unternehmen trotz des problematischen Zahlenwerks an die Börse zu bringen.

Spiegel und sein Team konnten zudem in keiner einzigen Messzahl überzeugen. Die Aktie stürzte nachbörslich um bis zu 24 Prozent ab und notierte zeitweise nur noch sieben Cent über dem Ausgabepreis von 17 Dollar im Februar.

Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
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Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

(Foto: AP)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

(Foto: dpa)

Besonders kritisch wurde an der Wall Street auf die Zahl der täglich aktiven Nutzer geschaut. Die stieg im Vergleich zum vierten Quartal 2016 zwar um acht auf 166 Millionen an, lag aber unter den Erwartungen der Analysten, die mit wenigstens 168 Millionen gerechnet hatten.

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    Vergleicht man jeweils die Entwicklung der Nutzerzahlen zwischen den ersten Quartalen 2016 und 2017 mit der zwischen den vierten Quartalen 2015 und 2016, dann zeigt sich, dass die Wachstumsrate von 42 auf 36 Prozent gesunken ist.

    Noch ist unklar, ob Snap ein zweites Facebook (Erfolgsgeschichte) oder ein zweites Twitter oder Yahoo (Misserfolgsgeschichte) wird. Vor allem bei Twitter stoppte das Nutzerwachstum abrupt mit dem Börsengang und nahm seither keine Fahrt mehr auf. Der Zugewinn an Nutzern ist kritisch, weil Unternehmen wie Facebook, Twitter oder Snap ihr Geld am Werbemarkt verdienen. Mehr Nutzer bedeuten mehr Plätze, um Werbung anzuzeigen.

    Warum Snapchat kaum neue Nutzer gewinnt

    Drei Milliarden Snaps im Quartal
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    • Interessiert uns das Anette?
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